Die Unterseekabelsysteme Nuvem und Sol von Google landen auf Bermuda
2026-06-12 14:08
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de.wedoany.com-Bericht: Die Unterseekabelsysteme Nuvem und Sol von Google sind offiziell auf Bermuda gelandet. Dies markiert eine wesentliche Erweiterung der internationalen digitalen Infrastruktur der Insel und festigt ihre Position als strategischer Verbindungsknoten im Atlantik. Vertreter der Regierung, der Bermuda Business Development Agency, von Google und der Projektpartner nahmen an der Gedenkfeier teil.

Die beiden gelandeten Kabelsysteme zielen darauf ab, die internationale Konnektivität zu stärken, die Netzresilienz zu verbessern und die wachsende Nachfrage nach sicherer digitaler Infrastruktur zu decken. Bermuda liegt mitten im Atlantik und war historisch gesehen ein wichtiger Kommunikationsknotenpunkt. Regierungsvertreter wiesen darauf hin, dass die neuen Kabelsysteme Bermudas Rolle im globalen digitalen Netzwerk weiter festigen werden. Es wird erwartet, dass diese Infrastruktur Branchen wie Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Rückversicherungen, Finanztechnologie, digitale Vermögenswerte und andere technologiegetriebene Sektoren unterstützt und so zur lokalen Wirtschaftsentwicklung beiträgt.

Der Premierminister von Bermuda, David Burt, erklärte, dass die Lage Bermudas im Atlantik seit Jahrhunderten einer ihrer größten Vorteile sei, der es der Insel nun ermögliche, weiterhin im Zentrum der Konnektivität zu stehen, die die Weltwirtschaft antreibt. Die Beamten betonten, dass eine resiliente internationale Konnektivität für wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge und Geschäftskontinuität zunehmend wichtiger werde. Die Regierung Bermudas ist der Ansicht, dass das Projekt dazu beitragen wird, zusätzliche Investitionen anzuziehen, zukünftige Technologiebranchen zu unterstützen und die Grundlage für das anhaltende Wachstum der Nachfrage nach Cloud-Diensten, KI-Infrastruktur und internationaler digitaler Konnektivität zu schaffen.

Bermuda hat einen strategischen Wert auf den transatlantischen Routen, die Nordamerika, Lateinamerika, die Karibik und Europa verbinden. Die Hinzunahme der Nuvem- und Sol-Kabel erhöht die Routenvielfalt und bietet zusätzliche Resilienz für den Datenverkehr über den Atlantik. Die Routenvielfalt wird immer wichtiger, da verschiedene Akteure versuchen, einzelne Fehlerquellen in internationalen Kommunikationsnetzen zu reduzieren.

Das Nuvem-Kabelsystem, das als Ostkorridor fungiert, hat eine Gesamtlänge von etwa 7.194 km (einschließlich 6.900 km Hauptstrecke, 170 km Bermuda-Abzweigung und 124 km Azoren-Abzweigung), ist mit 16 Faserpaaren ausgestattet, von denen jedes eine Kapazität von 24 Tbps hat, und verfügt über eine Gesamtauslegungskapazität von etwa 384 Tbps. Das System wurde im September 2023 angekündigt und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Betrieb genommen werden. Die Landepunkte umfassen Myrtle Beach, South Carolina (USA), Bermuda, die Azoren und Sines, Portugal.

Das Sol-Kabelsystem, das als Südostkorridor fungiert, hat eine Gesamtlänge von etwa 8.153 km und ist die einzige aktive Glasfaserleitung, die Florida (USA) direkt mit dem europäischen Festland verbindet. Das System wurde im Juli 2025 angekündigt und soll 2028 in Betrieb genommen werden. Die Landepunkte umfassen Palm Coast, Florida (USA), Bermuda, die Azoren und Santander, Spanien. Das System verwendet ebenfalls eine Architektur mit 16 Faserpaaren, wobei das US-amerikanische Unternehmen SubCom als schlüsselfertiger Lieferant die Nassausrüstung bereitstellt.

Die beiden Kabelsysteme sind mit einem doppelten Korridor-Transatlantik-Mesh-Land-Failover-Interkonnektionsmechanismus ausgestattet. Sollte es auf der Nuvem-Strecke aufgrund von Ereignissen wie Ankerschleppen oder Erdbeben zu einer Unterbrechung eines Faserpaares kommen, leitet die automatische optische Routing-Engine die Datenpaketströme sofort über den Landkorridor von Florida nach South Carolina um und überträgt sie über das Sol-System über den Ozean. Diese Doppelpfad-Anordnung trägt dazu bei, Engpässe an traditionellen nördlichen Gateways (wie New Jersey) zu vermeiden.

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