Überwachung von Maiszirpen in Uruguay zeigt hohe Populationen im Norden und an der Westküste
2026-06-15 15:00
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de.wedoany.com-Bericht: Die Verteilung der Maiszirpen in Uruguay weist deutliche regionale Unterschiede auf, mit signifikant höheren Populationsdichten im Norden und an der Westküste. Nach zwei vollständigen Überwachungsperioden hat das uruguayische Zirpen-Überwachungsnetzwerk (Rumci) bestätigt, dass die Maiszirpe (Dalbulus maidis) im Land ungleichmäßig verteilt ist, wobei die Populationen im Norden und an der Westküste höher sind – diese Regionen überschneiden sich stark mit den wichtigsten Maisanbaugebieten.

Das Nationale Institut für Agrarforschung Uruguays (INIA) hat diese Überwachungsergebnisse veröffentlicht, um die Identifizierung von Hochrisikogebieten zu unterstützen und Frühwarnsysteme zu stärken. Im Gegensatz dazu wurden in mehreren Überwachungspunkten im Zentrum und Süden niedrige oder sogar keine Populationen festgestellt. Die von Rumci veröffentlichten monatlichen Karten zeigen zudem eine deutliche saisonale Dynamik, wobei die höchsten Fangzahlen zwischen Februar und Mai auftreten, während in den meisten Winter- und Frühlingsmonaten niedrige Fangzahlen verzeichnet werden.

Das INIA empfiehlt, dass die kontinuierliche Überwachung der Populationsdynamik, die Kontrolle von Ausfallmais und die Integration von Klimainformationen zentrale Instrumente zur Vermeidung von Schäden durch diesen Schädling sind. Die Maiszirpe ist ein Insekt aus der Ordnung der Schnabelkerfe, das sich vom Phloem der Maispflanze ernährt. Ihre Bedeutung liegt darin, dass sie Krankheitserreger überträgt, die das Maisstauche-Komplex verursachen. Das Insekt hält sich hauptsächlich im Herzblatt und den jungen Blättern der Maispflanze auf, wo es sich ernährt und Krankheitserreger aufnimmt oder überträgt. Es ist sehr beweglich und hat ein hohes Ausbreitungspotenzial, was die Verbreitung zwischen Feldern und Regionen erleichtert. Die Maisstauche ist eine komplexe Krankheit, die durch verschiedene Erreger (Phytoplasmen und Spiroplasmen) verursacht wird und ausschließlich durch die Maiszirpe übertragen wird. Das Schadensausmaß hängt hauptsächlich vom Entwicklungsstadium der Pflanze zum Zeitpunkt der Infektion ab. Zu den Hauptsymptomen gehören Wachstumsverzögerung, verkürzte Internodien, rötliche oder gelbliche Blätter, deformierte Kolben und Ertragsrückgänge.

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