Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1,3 und interner Zinsfuß von über 10 % bei Bewässerungsprojekten in Uruguay
2026-06-15 16:56
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de.wedoany.com-Bericht: Der Wirtschaftswissenschaftler Juan Baraldo von der Agrarplanungs- und Politikabteilung (Opypa) des uruguayischen Ministeriums für Viehzucht, Landwirtschaft und Fischerei (MGAP) stellte auf dem Seminar „Bewässerungserfahrungen“ die Evaluierungsergebnisse der „Gemeinsamen Strategie für die produktive Wassernutzung“ (EAAP) vor. Diese Strategie wird seit 2010 im Rahmen des MGAP umgesetzt und zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu steigern, eine nachhaltige Intensivierung zu fördern und die Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Die Evaluierung analysierte die technischen, produktionstechnischen und wirtschaftlichen Ergebnisse von acht 15-jährigen Projekten und führte eine Kosten-Nutzen-Rechnung mit einem Diskontierungssatz von 7,5 % durch.

Insgesamt betrachtet lag das aggregierte Kosten-Nutzen-Verhältnis der Projekte bei 1,3 auf Basis der Mastbewertung und bei 1,2 auf Basis der Milchbewertung, mit entsprechenden internen Zinsfüßen von 11,1 % bzw. 10,4 %. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Projekten waren erheblich: Einige Projekte erzielten Renditen von über 29 %, während andere aufgrund einer geringeren Anzahl von Bewertungsperioden oder Managementproblemen negative Werte aufwiesen. Nach Abzug der öffentlichen Finanzierung und ausschließlicher Betrachtung der Eigenmittel stieg das gesamte Kosten-Nutzen-Verhältnis auf 2,6 und der interne Zinsfuß auf 67,3 %, was die Hebelwirkung staatlicher Subventionen für private Investitionen widerspiegelt.

Das Programm wurde vom MGAP, dem Nationalen Institut für Agrarforschung (INIA), dem Nationalen Institut für Milchwirtschaft (Inale), dem Institut für Landeskultur, der Republikbank von Uruguay (BROU), der Universität der Republik (Udelar) und der Nationalen Wasserbehörde (Dinagua) koordiniert und lud verschiedene Organisationen zur Einreichung kollektiver Wassernutzungsvorschläge ein. Die Projektbewertung erfolgte durch regelmäßige standardisierte Überwachung. Baraldo wies darauf hin, dass erfolgreiche Projekte von gut organisierten Institutionen vorangetrieben wurden, die über loyale Produzenten und Führungskräfte verfügten und während des gesamten Prozesses von der Projektentwicklung bis zur Überwachung kontinuierliche technische Unterstützung erhielten. Die Zusammenarbeit zwischen Produzentenorganisationen und öffentlichen Einrichtungen wurde als Schlüsselfaktor angesehen.

Baraldo stellte außerdem fest, dass das Modell in den Weidebetrieben des Instituts für Landeskultur gut funktioniert, und empfahl, private oder gemischte Finanzierungsmechanismen zu prüfen, um derartige Initiativen auszuweiten.

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