ENDO 2026: Hormonersatztherapie in den Wechseljahren senkt Risiko für niedrige Knochendichte um 69%
2026-06-15 16:59
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de.wedoany.com-Bericht: Eine auf der Jahrestagung der Endocrine Society ENDO 2026 in Chicago, Illinois, USA, vorgestellte Studie zeigt, dass Frauen, die eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren anwenden, ein geringeres Risiko für eine niedrige Knochendichte haben als Nichtanwenderinnen. Die Studie umfasste 387 postmenopausale Frauen, die zwischen 2021 und 2025 einer DXA-Untersuchung unterzogen wurden; 33 % von ihnen waren Anwenderinnen einer Hormonersatztherapie, 67 % Nichtanwenderinnen. Eine niedrige Knochendichte wurde als Osteopenie oder Osteoporose definiert.

Im Vergleich zu Nichtanwenderinnen hatten Frauen, die eine Hormonersatztherapie anwendeten, ein um etwa 69 % geringeres Risiko für eine niedrige Knochendichte in der Wirbelsäule und der Hüfte. Dieser Zusammenhang blieb auch nach Berücksichtigung von Alter, Zeit seit der Menopause, Vitamin-D-Spiegel, Rauchen und anderen Gesundheitszuständen bestehen.

Die Studie wurde von Diego Espinoza-Peralta, M.D., M.Sc., Vizepräsident der Mexikanischen Gesellschaft für Ernährung und Endokrinologie (SMNE) und leitender Forscher bei Investigación Médica Sonora (INMEDS), geleitet. Er wies darauf hin, dass viele Frauen die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren aufgrund von Sicherheitsbedenken und Warnhinweisen jahrelang gemieden hätten. Diese Studie stelle diese Ansicht auf den Prüfstand und zeige, dass die Hormonersatztherapie möglicherweise einen zusätzlichen Nutzen für die Knochengesundheit biete, zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden beitrage und Knochenschwund vorbeugen oder das Frakturrisiko senken könne.

Espinoza-Peralta erklärte, dass Kliniker die Vorteile möglicherweise sorgfältiger abwägen würden, insbesondere bei Frauen in der frühen Postmenopause, was die langfristige Gesundheit und Lebensqualität verbessern könnte.

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