Telecom Namibia beschleunigt den Übergang von Kupfer zu Glasfaser
2026-06-15 17:46
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de.wedoany.com-Bericht: Telecom Namibia beschleunigt den Übergang von Kupfer- zu Glasfaserkabeln. Der staatliche Betreiber gab am 10. Juni 2026 eine Vereinbarung mit dem Glasfaserbetreiber Lightstruck bekannt. Geplant ist, mithilfe eines Open-Access-Infrastruktur-Modells über das Glasfasernetz des Partners Hochgeschwindigkeits-Internetdienste anzubieten, um die Zuverlässigkeit und Qualität der Verbindungen zu verbessern. Dies ist die zweite derartige Kooperation des Unternehmens innerhalb von zwei Wochen.

Dienstqualität: Telecom Namibia beschleunigt den Übergang von Kupfer zu Glasfaser

Bereits in den vorangegangenen Tagen hatte Telecom Namibia eine ähnliche Vereinbarung mit Demshi Investment Holdings getroffen. Der Grund für diesen Wandel liegt darin, dass die Kupferkabelinfrastruktur zu einer der Hauptursachen für Netzunterbrechungen des Betreibers geworden ist. Das Unternehmen steht vor der Herausforderung steigender Kriminalität durch Kupferdiebstahl; laut Behördenangaben gab es innerhalb von vier Monaten über 80 derartige Fälle. Telecom Namibia erklärte, dass die beschleunigte Umstellung auf Glasfaser die Anfälligkeit für Diebstahl dieser leicht zu stehlenden Vermögenswerte verringern werde, insbesondere in Hochrisikogebieten.

Leistungsanforderungen sind ebenfalls ein entscheidender Treiber für diesen Wandel. Im Vergleich zu Kupfernetzen bieten Glasfasernetze höhere Upload- und Download-Geschwindigkeiten sowie eine bessere Dienstqualität und können den Bandbreitenbedarf aktueller digitaler Anwendungen wie Fernarbeit, Videokonferenzen und Online-Bildung decken. Die französische Regulierungsbehörde für elektronische Kommunikation und Post (ARCEP) wies darauf hin, dass Glasfasernetze Geschwindigkeiten von 100 Mbps bis zu mehreren Gbps bieten können, was einen erheblichen Vorteil darstellt.

Allerdings sind Glasfasernetze in Afrika nicht völlig ungestört. In Ländern wie Nigeria und Kamerun kommt es aufgrund von böswilligem Diebstahl oder versehentlichen Schäden bei öffentlichen Bauarbeiten immer wieder zu Glasfaserunterbrechungen, die den Betreibern und Regierungen wirtschaftliche Verluste verursachen. Zum verbesserten Schutz haben mehrere afrikanische Länder Maßnahmen ergriffen, darunter die Stärkung rechtlicher Rahmenbedingungen, die Festlegung abschreckender Geld- und Haftstrafen sowie die Einrichtung öffentlich-privater Koordinierungsmechanismen, um Bauarbeiten betreffende Schäden zu bekämpfen.

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