Celldex aus den USA gibt positive Phase-1-Ergebnisse für CDX-622 bekannt
2026-06-15 17:51
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de.wedoany.com-Bericht: Das US-amerikanische Biopharmaunternehmen Celldex (NASDAQ: CLDX) hat auf dem Jahreskongress der Europäischen Akademie für Allergologie und Klinische Immunologie (EAACI) in Istanbul, Türkei, positive Ergebnisse einer Phase-1-Studie mit dem bispezifischen Antikörper CDX-622 an gesunden Probanden bekannt gegeben. Der Antikörper zielt gleichzeitig auf den löslichen Stammzellfaktor (SCF) und das Thymus-Stroma-Lymphopoietin (TSLP) ab. Die Daten zeigen, dass CDX-622 die Serum-Tryptase-Spiegel schnell, anhaltend und dosisabhängig senkt, was auf eine signifikante Hemmung und Depletion von Gewebemastzellen hindeutet, und in allen Dosisstufen eine gute Verträglichkeit aufweist.

Dr. Tibor Keler, Mitbegründer und Chief Scientific Officer von Celldex, erklärte, dass dies der erste direkte Nachweis sei, dass die selektive Hemmung des KIT-Signals in Mastzellen durch Neutralisierung von löslichem SCF möglich sei. Diese Zielstrategie biete einen Verankerungsmechanismus für die Entwicklung von bispezifischen Antikörperkombinationen gegen verschiedene entzündliche Erkrankungen. Basierend auf diesen Ergebnissen plant das Unternehmen, weitere Proof-of-Concept-Studien für Indikationen wie allergische Rhinitis und Nahrungsmittelallergien zu initiieren. CDX-622 wurde technisch so modifiziert, dass es über eine deaktivierte Effektorfunktion (AQQ) und eine verlängerte Halbwertszeit (YTE) verfügt.

Bei der Phase-1-Studie handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Dosissteigerungsstudie zur Bewertung der Sicherheit, Pharmakokinetik, Pharmakodynamik und Immunogenität von CDX-622 bei gesunden Probanden. Die Studiendaten zeigen, dass CDX-622 pharmakokinetische Eigenschaften aufweist, die denen monoklonaler Antikörper ähneln, mit einer verlängerten Halbwertszeit und guter Exposition nach subkutaner Verabreichung, was mit einer guten Bioverfügbarkeit übereinstimmt. In keiner der Dosisgruppen wurden Hinweise auf Immunogenität beobachtet.

In Bezug auf die Sicherheit traten in keiner Dosisstufe dosislimitierende Toxizitäten oder damit verbundene schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auf. Das häufigste unerwünschte Ereignis war Kopfschmerzen vom Grad 1. Es wurden keine Veränderungen der Haar- oder Hautpigmentierung sowie keine signifikanten Auswirkungen auf hämatologische Parameter beobachtet.

Das Unternehmen präsentierte auf der Jahrestagung des European Mast Cell and Basophil Research Network (EMBRN) auch präklinische Daten von nicht-menschlichen Primaten. Die Studie zeigte, dass die Depletion von Mastzellen durch die gezielte Adressierung von löslichem SCF ähnliche Wirkungen erzielt wie die Adressierung von membrangebundenem SCF, jedoch ohne signifikante Auswirkungen auf die Spermatogenese oder Melanogenese. Dieses Ergebnis unterstützt die Annahme, dass CDX-622 durch die Kombination von TSLP-Neutralisierung und Mastzelldepletion bei entzündlichen Erkrankungen, bei denen beide Signalwege pathogenetisch wirken, ein breites Wirkspektrum entfalten könnte.

Anthony Marucci, Präsident und CEO von Celldex, erklärte, dass CDX-622 und Barzolvolimab, ein weiteres Medikament des Unternehmens, das auf Mastzellen abzielt, unterschiedliche, aber hochgradig synergistische Plattformansätze verfolgen. Barzolvolimab hemmt die Aktivität des KIT-Rezeptors durch hochspezifische Bindung und befindet sich in Phase-3-Studien für chronische spontane Urtikaria (CSU), Kälteurtikaria (ColdU) und symptomatischen Dermographismus (SD) sowie in Phase-2-Studien für Prurigo nodularis (PN) und atopische Dermatitis (AD). CDX-622 hingegen zielt darauf ab, durch die gleichzeitige Neutralisierung von SCF und TSLP sowohl die Reduktion von Gewebemastzellen als auch die Hemmung der Typ-2-Entzündung zu bewirken.

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