de.wedoany.com-Bericht: Die Hanwha Ocean Co., Ltd. und die kanadische Kanata Clean Power & Climate Technologies Corp. haben eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet. Die beiden Unternehmen planen, im Hafen von Prince Rupert in British Columbia gemeinsam eine schwimmende LNG-Exportanlage mit einer geplanten Jahreskapazität von bis zu 12 Millionen Tonnen zu errichten.

Laut Schätzungen von Kanata belaufen sich die gesamten Investitionsausgaben für das Projekt auf rund 15,7 Milliarden US-Dollar. Der endgültige Betrag hängt von den Ergebnissen der technischen Planung, der kommerziellen Vereinbarungen und der behördlichen Genehmigungen ab. Gemäß den Bedingungen der Absichtserklärung beabsichtigen Hanwha Ocean und Kanata, in mehreren Bereichen eine Zusammenarbeit zu prüfen, darunter die Technik und der Bau von schwimmenden LNG-Produktionsanlagen, Wartungs- und Instandhaltungsdienstleistungen während der Betriebsdauer der Anlage, eine strategische Beteiligung von Hanwha Ocean oder seiner verbundenen Unternehmen, langfristige LNG-Bezugsvereinbarungen sowie Lösungen für die Midstream-Infrastruktur wie LNGC und LNG BV.
Philippe Levy, Präsident der Sparte Energy Plant Division von Hanwha Ocean, erklärte, dass Kanada über erstklassige Erdgasressourcen und das Potenzial zur Versorgung des asiatisch-pazifischen Marktes verfüge. Das Unternehmen freue sich über die strategische Partnerschaft mit Kanata und prüfe, wie seine eigenen FLNG-, Meeres- und Baukapazitäten das Projekt unterstützen könnten. Er wies darauf hin, dass schwimmendes LNG unter der Voraussetzung geeigneter technischer, kommerzieller, ökologischer und regulatorischer Bedingungen einen flexiblen und skalierbaren Weg für neue Exportentwicklungen bieten könne, und die Absichtserklärung ein wichtiger erster Schritt sei.
Das Kanata-LNG-Projekt plant den Bau einer schwimmenden Exportanlage in der Nähe des Hafens von Prince Rupert, dem pazifischen Hafen Nordamerikas, der Nordostasien am nächsten liegt. Das Projekt zielt darauf ab, durch modulare Bauweise und meerestechnische Verflüssigungstechnologie eine skalierbare Exportkapazität zu erreichen. Kanata bietet den beteiligten indigenen Gemeinschaften zudem die Möglichkeit, bis zu 50 % der Eigentumsrechte an dem Projekt zu erwerben.

Robert F. Delamar, CEO von Kanata Clean Power and Climate Technologies Corp., erklärte, dass Hanwha Ocean über weltweit anerkannte Fähigkeiten in den Bereichen schwimmende Infrastruktur, Schiffbau und Energiesysteme verfüge und ein herausragender Partner für die Weiterentwicklung des Projekts sei.
Die Absichtserklärung ist rechtlich nicht bindend und dient lediglich dem Ausdruck der Kooperationsabsicht. Jegliche künftigen Verpflichtungen in Bezug auf Technik, Investitionen, Betrieb oder LNG-Abnahme unterliegen weiterhin einer weiteren Due-Diligence-Prüfung, der Aushandlung und Unterzeichnung verbindlicher Vereinbarungen, der Zustimmung des Vorstands und der Erfüllung üblicher Bedingungen. Das geplante Projekt bedarf noch mehrerer Genehmigungen, darunter Umweltverträglichkeitsprüfungen, Konsultationen mit indigenen Gemeinschaften und behördliche Genehmigungen.
Hanwha Ocean beteiligt sich derzeit an Diskussionen über die künftigen Anforderungen an die U-Boot-Fähigkeiten Kanadas. Diese Zusammenarbeit steht im Einklang mit den Bemühungen des Unternehmens, im Rahmen des industriellen und technologischen Nutzenrahmens zu den kanadischen Industriezielen beizutragen. Die Absichtserklärung zielt darauf ab, Bereiche der industriellen Zusammenarbeit zu erkunden, einschließlich möglicher Chancen im Zusammenhang mit dem kanadischen Patrouillen-U-Boot-Programm, an dem sich Hanwha voraussichtlich beteiligen wird.
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