de.wedoany.com-Bericht: Francesco La Camera, Generaldirektor der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA), erklärte auf der Bonner Klimakonferenz seine Unterstützung für das vom designierten COP31-Präsidenten vorgeschlagene Ziel, die globale Elektrifizierungsrate bis 2035 auf 35 % zu steigern.

La Camera wies darauf hin, dass IRENA bereits eng mit der bevorstehenden COP31-Präsidentschaft zusammenarbeite, und gratulierte dem designierten Präsidenten Murat Kurum zu diesem globalen Elektrifizierungsziel. Laut dem überarbeiteten 1,5°C-Szenario von IRENA müsse der Anteil der Elektrizität am globalen Endenergieverbrauch von derzeit rund 23 % auf 35 % im Jahr 2035 und bis 2050 auf über 50 % steigen, wobei Elektrizität dann zum weltweit dominierenden Energieträger werde.
La Camera betonte, dass internationale Zusammenarbeit für die Beschleunigung der globalen Elektrifizierung von entscheidender Bedeutung sei, und IRENA sei bereit, auf der Grundlage seines globalen Mitgliedssystems den Erfolg der Aktionsagenda der COP31-Präsidentschaft zu unterstützen. Durch das Zusammenwirken von Ausbau erneuerbarer Energien, Netzverstärkung und Effizienzsteigerung könne die Elektrifizierung gleichzeitig Emissionen reduzieren, die Energiesicherheit stärken, die Energiebezahlbarkeit verbessern sowie die grüne Industrialisierung und Wettbewerbsfähigkeit fördern.
Der jüngste Fahrplan von IRENA bestätigt, dass die Elektrifizierung eine der direktesten, skalierbarsten und kosteneffizientesten Lösungen ist. Angesichts des rasant wachsenden Energiebedarfs in den Bereichen Verkehr, Industrie, Gebäude und Digitalisierung müsse sich die Energiewende auf die Elektrifizierung dieser Endverbrauchssektoren konzentrieren. Während der Konferenz veranstaltete IRENA gemeinsam mit dem australischen Energy Efficiency Council (EEC) eine Nebenveranstaltung zum Thema „Elektrifizierung als Gebot der Stunde: Den Wettbewerb auf der Nachfrageseite gewinnen", die in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Globalen Allianz für Erneuerbare Energien (GRA) stattfand. Minister aus der Türkei und Australien nahmen als Vertreter des designierten COP31-Präsidenten und des Verhandlungsvorsitzes gemeinsam mit Regierungs- und Branchenführern an dieser Veranstaltung teil.
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