de.wedoany.com-Bericht: Die kasachische Regierung hat offiziell den Bau einer großen Ammoniak-Harnstoff-Anlage in der westlichen Stadt Aktau genehmigt. Die Gesamtinvestition für das Projekt beläuft sich auf 804,2 Milliarden Tenge (etwa 1,6 Milliarden US-Dollar). Nach der Unterzeichnung des Investitionsabkommens zwischen dem Ministerium für Industrie und Bauwesen und dem Unternehmen KazAzot Prime bestätigte Premierminister Olschas Bektenow das Projekt per Regierungserlass.
Die Anlage soll voraussichtlich im Jahr 2030 in Betrieb gehen. Während der Bauphase werden rund 1.500 Arbeitsplätze geschaffen, nach der Inbetriebnahme sind 700 feste Stellen vorgesehen. Die Anlage ist für eine jährliche Produktion von bis zu 660.000 Tonnen Ammoniak, rund 580.000 Tonnen Harnstoff und 500.000 Tonnen Ammoniumnitrat ausgelegt. Nach der Inbetriebnahme wird sie die heimische Stickstoffdüngerkapazität Kasachstans erheblich erweitern.
Derzeit wird in Kasachstan kein Harnstoff produziert, der landwirtschaftliche Bedarf wird vollständig durch Importe gedeckt. Die Behörden erklärten, dass die neue Fabrik den Landwirten lokal produzierte Düngemittel liefern, die Importabhängigkeit verringern und das Exportpotenzial steigern werde. KazAzot bleibt der einzige Stickstoffdüngerproduzent des Landes, während KazESTA und KMG PetroChem in Zusammenarbeit mit CNPC-Aktobemunaigas an anderen Harnstoffprojekten arbeiten. Nach Abschluss aller geplanten Investitionen wird die jährliche Ammoniakproduktionskapazität Kasachstans bis 2030 voraussichtlich 2,3 Millionen Tonnen erreichen.
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