de.wedoany.com-Bericht: Einem Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Sousa Javannikkhah, Assistenzprofessorin für Computational Chemistry an der Maynooth University, sind Fortschritte im Bereich der molekularen Multiskalenmodellierung gelungen. Die Arbeiten umfassen das Design von Wirkstofftransportsystemen, Wasserstoff-Brennstoffzellen-Membranmaterialien sowie Materialien zur Gasabscheidung und -trennung. Dr. Javannikkhah und ihr Team haben dem Technologietransferbüro der University of Limerick zwei Erfindungsoffenlegungen vorgelegt und bereiten derzeit die Patentanmeldung für eine neuartige Polymer-Wirkstoffplattform vor.

Dr. Javannikkhah hat einen Hintergrund in Chemieingenieurwesen. Ihre Doktorarbeit konzentrierte sich auf die computergestützte Modellierung von Polymerverbundwerkstoffen mittels Molekulardynamik-Simulationen. In ihrer Postdoc-Zeit entwickelte sie Multiskalen-Berechnungsmethoden für weiche Materie und selbstorganisierende Polymersysteme. Anschließend erhielt sie an der University of Limerick zwei aufeinanderfolgende Marie-Skłodowska-Curie-Stipendien, um die computergestützte chemische Verfahrenstechnik auf die Entwicklung von Plattformen für die Verabreichung monoklonaler Antikörper und Krebsmedikamente anzuwenden. Anfang dieses Jahres erhielt Dr. Javannikkhah ein Research Ireland Pathways-Stipendium, um als leitende Forscherin ihre Forschungsgruppe – die Simulation of Structures Across Scales group (SUSAS) – zu gründen.
Die Forschung von Dr. Javannikkhah liegt an der Schnittstelle von Computational Chemistry und Chemieingenieurwesen. Sie nutzt Simulationen, um komplexe Materialien bereits vor ihrer Herstellung im Labor zu entwerfen und zu verstehen. Ihr Team arbeitet in mehreren miteinander verbundenen Bereichen: dem Design von Polymer-Wirkstofftransportsystemen für Krebs und Biologika, der Entwicklung von Membranmaterialien für Wasserstoff-Brennstoffzellen, der Modellierung von Verbundwerkstoffen und Adhäsion auf molekularer Ebene sowie der Erforschung poröser Materialien zur Gasabscheidung und -trennung.
Im Hinblick auf kommerzielle Anwendungen können die entsprechenden Berechnungsplattformen die Entwicklung oraler Formulierungen von Biologika beschleunigen. Im Bereich poröser Materialien lassen sich die Simulationswerkzeuge direkt auf die Kohlenstoffabscheidung, Gasspeicherung und -trennung sowie auf das Design von Komponenten für Wasserstoff-Brennstoffzellen und Energiespeichergeräte anwenden. Dr. Javannikkhah erklärte, dass auf Künstlicher Intelligenz/maschinellem Lernen basierende Modellierungsansätze als digitale Werkzeuge lizenziert oder ausgegliedert werden könnten, um sie Pharma- und Materialunternehmen zur Verfügung zu stellen.
Das Team von Dr. Javannikkhah arbeitet derzeit im Rahmen des Research Ireland Pathways Programme an der computergestützten Entwicklung von Membranmaterialien für Brennstoffzellen und saubere Energieanwendungen. Die Forschungsgruppe pflegt Kooperationen mit experimentellen und industriellen Partnern.
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