Shell lizenziert e-SAF-CO₂-Umwandlungstechnologie an ENGIE in Frankreich
2026-06-18 10:37
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de.wedoany.com-Bericht: Shell Catalysts & Technologies hat einen Technologielizenzvertrag mit dem französischen Energieversorger ENGIE S.A. unterzeichnet. Dieser ermöglicht die Bereitstellung der Kerntechnologie zur Herstellung von synthetischem Flugkraftstoff (e-SAF) für das KerEAUzen-Projekt in Le Havre, Frankreich, das abgeschiedenes biogenes CO₂ und erneuerbaren (grünen) Wasserstoff als Rohstoffe nutzt.

Gemäß der Vereinbarung lizenziert Shell Catalysts & Technologies die Shell-XTL-Prozesstechnologie in der Anwendung Power-to-Liquid (PTL), sodass ENGIE CO₂ in synthetisches Kerosin umwandeln kann. Der integrierte Prozess umfasst das Shell-Reverse-Water-Gas-Shift-Verfahren (RWGS) zur Umwandlung von CO₂ und Wasserstoff in Synthesegas, gefolgt vom Shell-Fischer-Tropsch-Verfahren und dem Shell-Wachs-Hydrocracking-Verfahren, um einen direkten Ersatz-Flugkraftstoff gemäß den Anforderungen von ReFuelEU Aviation herzustellen.

ENGIE wählte die Shell-Technologie aufgrund ihrer Energieeffizienz, technologischen Reife und nachgewiesenen Erfolgsbilanz. Der Shell-XTL-Prozess basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung von Shell in der Entwicklung, Planung, Errichtung und dem Betrieb von Gas-to-Liquids-Anlagen (GTL), einschließlich der weltweit größten integrierten GTL-Anlage Pearl.

Das KerEAUzen-Projekt in Le Havre, Normandie, wurde im Rahmen der Carb-Aero-Initiative der französischen Agentur für ökologischen Wandel (ADEME) ausgewählt und gilt als entscheidender Schritt für die Entwicklung der e-SAF-Wertschöpfungskette in Frankreich und Europa. Die Standortvorteile ermöglichen eine bequeme Versorgung der Pariser Flughäfen sowie anderer wichtiger europäischer Flughäfen und Logistikzentren mit Flugkraftstoff.

Elise H. Nowee, Präsidentin von Shell Catalysts & Technologies, erklärte, dass das Projekt zeige, wie die Energiewende in der Luftfahrt von ehrgeizigen Zielen zur Realität werde – durch skalierbare, direkt einsetzbare Kraftstoffe in industriellem Maßstab. Mit dem Shell-XTL-Prozess trage die Zusammenarbeit dazu bei, den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Luftfahrt zu beschleunigen.

Pierre Chambon, Managing Director für erneuerbare Gase bei ENGIE, ergänzte, dass die Umwandlung von CO₂ in Flugkraftstoff die Integration komplexer und zuverlässiger Technologien erfordere. Der Shell-XTL-Prozess sowie dessen Betriebserfahrung und technologische Reife gäben dem Unternehmen das Vertrauen, das Projekt in Richtung industrieller Umsetzung voranzutreiben.

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