GeoBrie: Baubeginn des geothermischen Wärmenetzes in Frankreich – 42 Kilometer Länge, Investition von 107 Millionen Euro
2026-06-18 11:52
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de.wedoany.com-Bericht: Im Osten der Île-de-France hat der Bau des geothermischen Wärmenetzes GeoBrie offiziell begonnen. Das Netz, das vom Gemeindeverband Paris-Vallée de la Marne Agglomeration Community abgedeckt wird, erstreckt sich über 42 Kilometer und verbindet die Gemeinden Emerainville, Roissy-en-Brie, Pontault-Combault und Plessis-Trévise. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft GeoBrie der Groupe Coriance ist gemäß einem öffentlichen Dienstleistungskonzessionsvertrag für den Bau und Betrieb des Netzes verantwortlich.

Baubeginn des geothermischen Wärmenetzes GeoBrie in der Region Paris-Vallée de la Marne, Frankreich

Die erste Rohrverlegungszeremonie fand in Pontault-Combault statt, an der Vertreter der Gemeinden teilnahmen. In diesem Jahr ist die Installation von etwa 4 Kilometern Rohrleitungen in Pontault-Combault und Roissy-en-Brie geplant, im nächsten Jahr sollen weitere 13,8 Kilometer folgen. Die Arbeiten in Plessis-Trévise beginnen 2029, in Emerainville 2030. Das gesamte Netz soll voraussichtlich 2034 fertiggestellt sein.

Das zentrale Heizwerk wird sich in Nautil zwischen Pontault-Combault und Roissy-en-Brie befinden. Es nutzt heißes Wasser aus dem Dogger-Aquifer in 1700 Metern Tiefe in Kombination mit Wärmepumpen und verfügt über einen 28-Megawatt-Gaskessel als Reserveenergiequelle. Das GeoBrie-Wärmenetz soll zu 94 % aus Geothermie gespeist werden. Das Netz wird letztlich jährlich rund 116 Gigawattstunden Wärme verteilen, was dem Verbrauch von 12.000 Haushalten entspricht.

Das Projekt investiert 107 Millionen Euro in den Bau eines 42 Kilometer langen Wärmeverteilnetzes, eines geothermischen Heizwerks und der Produktionsanlagen, die Installation von 200 Umspannwerken sowie den Anschluss von Einfamilienhäusern entlang des Netzes.

Das GeoBrie-Projekt profitiert von den umfangreichen Kenntnissen über den Dogger-Aquifer im Osten der Île-de-France. Eine kürzlich abgeschlossene, zweijährige groß angelegte Studie hat dazu beigetragen, das Potenzial der Geothermie für die Wärmeversorgung im Westen und Süden der Île-de-France zu bewerten und die Ausweitung der Geothermie auf das bereits größte und dichteste geothermische Wärmeentwicklungsgebiet Europas zu ermöglichen.

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