National Grid erhält 458.121 Pfund für die Erkundung von Arbeiten unter Spannung
2026-06-20 15:45
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de.wedoany.com-Bericht: Die National Grid hat bei einer Veranstaltung in ihrer Schulungseinrichtung in Eakring das Potenzial aufgezeigt, nach 25 Jahren erstmals wieder Hochspannungs-Freileitungsarbeiten unter Spannung in Großbritannien einzuführen.

Die Veranstaltung konzentrierte sich auf das Projekt „Design for Energised Live Line Techniques and Accelerated Design“ (DELLTA). Dieses Projekt zielt darauf ab, zuverlässige Methoden für Wartungs- und Reparaturarbeiten an Hochspannungs-Übertragungsnetzen zu erforschen und zu entwickeln, während diese unter Spannung stehen, und die Anforderungen für Arbeiten unter Spannung in die Planungs- und Entwurfsphase zukünftiger Anlagen zu integrieren. Obwohl Arbeiten unter Spannung an Hochspannungsanlagen in vielen Ländern Standard sind, wurde diese Technik in Großbritannien seit fast einer Generation nicht mehr angewendet.

Die National Grid Electricity Transmission leitet das DELLTA-Projekt in Zusammenarbeit mit Frazer-Nash Consultancy und der University of Manchester. Die Veranstaltung feierte das Ende der Alpha-Phase des Projekts, die mit 458.121 Pfund vom Strategic Innovation Fund (SIF) der britischen Regulierungsbehörde für Gas- und Elektrizitätsmärkte (Ofgem) in Zusammenarbeit mit Innovate UK gefördert wurde. Der Fonds richtet sich an ehrgeizige Projekte, die die Dekarbonisierung der britischen Energienetze beschleunigen sollen.

Über 40 Fachleute aus der Energiebranche nahmen an der Vorführung teil, bei der der Austausch eines Hängeisolators demonstriert wurde, um die in der Alpha-Phase entwickelten Werkzeuge, Techniken, Methoden und Sicherheitsvorschriften zu präsentieren. Um eine klare Demonstration des Systems in einer kontrollierten Umgebung zu gewährleisten, wurde die Übung an einem spannungsfreien Freileitungsmast durchgeführt. Bei der Demonstration verwendeten die Freileitungsmonteure fortschrittliche Ausrüstung, darunter isolierte Seilsysteme und maßgeschneiderte Hebelösungen, die die zukünftige operative Umsetzung unterstützen sollen.

Die Teilnehmer diskutierten, wie die derzeitige Netzwartung stark von geplanten Abschaltungen abhängt. Da Abschaltungen kostspielig und logistisch schwierig zu planen sind, bieten Arbeiten unter Spannung die Möglichkeit, die Anlagengesundheit und Netzresilienz zu verbessern und gleichzeitig Engpasskosten zu senken.

Die Teilnehmer wurden auch über die vorgeschlagene dreijährige Beta-Phase des Projekts informiert. Sofern eine Finanzierung gewährt wird, umfasst die nächste Phase die weitere Verfeinerung der Arbeitsmethoden, Tests unter Spannung, die Entwicklung von Schulungsprogrammen sowie Machbarkeitsstudien, um die Integration dieser Praxis in den täglichen Betriebsablauf zu unterstützen.

Das DELLTA-Projekt läuft parallel zu anderen Innovationsinitiativen der National Grid, darunter der Einsatz von Dynamic Line Rating (DLR)-Technologie zur Erweiterung der Übertragungskapazität und die Modernisierung der Freileitungsinspektion durch Drohnen.

Prem Ranjan, Senior Innovation Engineer bei der National Grid, erklärte, dass diese Veranstaltung eine hervorragende Gelegenheit war, den Branchenakteuren die Ergebnisse der Alpha-Phase des DELLTA-Projekts zu präsentieren. Er wies darauf hin, dass die Notwendigkeit, die Übertragungskapazität aufrechtzuerhalten, wichtiger denn je sei, aber die Planung von Abschaltungen sowohl schwierig als auch kostspielig sei. Das DELLTA-Projekt begegne dieser Herausforderung direkt, indem es Techniken für Arbeiten unter Spannung an bestehenden und zukünftigen Hochspannungsanlagen erforsche, was Wartungsarbeiten ohne Unterbrechung der Leitungen ermöglichen könnte. Durch den Einsatz innovativer Ausrüstung und Technologien in Verbindung mit höchsten Sicherheitsstandards könnten Arbeiten unter Spannung dazu beitragen, Leitungsbeschränkungen zu reduzieren, die Netzresilienz zu erhöhen und das schnelle Tempo der Netzverstärkung zu unterstützen. Das Team freue sich darauf, das Projekt in der vorgeschlagenen Beta-Phase weiter voranzutreiben.

Chris Land, Access and Technical Engineer für Freileitungen bei der National Grid, ergänzte, dass die Wiedereinführung von Arbeiten unter Spannung mit der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur neue Herausforderungen mit sich bringe. Durch die klare Präsentation der bisherigen Ergebnisse könne die Sicherheit nachgewiesen, das Vertrauen der Interessengruppen gestärkt und Arbeiten unter Spannung in die tägliche Geschäftspraxis integriert werden.

Steven Fletcher von Frazer-Nash Consultancy sagte, dass die Demonstrationstests von DELLTA in Eakring und die Möglichkeit, das Team in einer realen Umgebung zu beobachten, das Konzept zum Leben erweckt und weiter belegt hätten, wie machbar dies in größerem Maßstab sei. Es sei aufregend, an einem Projekt mitzuwirken, das ein so klares Potenzial habe und möglicherweise einen wirklich bedeutenden Einfluss auf die zukünftige Netzwartung haben könnte.

Vidyadhar Peesapati von der University of Manchester wies darauf hin, dass die Abhängigkeit von Abschaltungen eine zunehmende Herausforderung darstelle, während das Netz den umfassendsten Wandel zur Anpassung an die Dekarbonisierung und das Wachstum der Elektrifizierung durchlaufe. Die durch dieses Projekt gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten würden effizientere und zeitgerechtere Infrastruktur-Upgrades unterstützen, die zur Erreichung der Netto-Null-Ziele beitragen und gleichzeitig das hohe Maß an Resilienz und Zuverlässigkeit aufrechterhalten, das während dieser rasanten Systemtransformation erforderlich sei.

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