de.wedoany.com-Bericht: Die Lancaster University hat den Nuklearkontrollraum-Simulator LUNOS vorgestellt, der mit seiner hochgradig rekonfigurierbaren Architektur die erste Einrichtung dieser Art im Vereinigten Königreich ist. Er bietet Studierenden ein hochauflösendes, intensives Lernerlebnis, das mehrere Disziplinen wie Nukleartechnik und Cybersicherheit abdeckt.

Der Lancaster University Nuclear Operations Simulator (LUNOS) kostet 2 Millionen Pfund (2,69 Millionen US-Dollar) und wird vom britischen Office for Students finanziert. Der Simulator unterstützt die Modellierung von Spaltung und Fusion mehrerer Reaktoren und kann verschiedene Typen wie Druckwasserreaktoren (PWRs), kleine modulare Reaktoren (SMRs) und Tokamak-Fusionsreaktoren simulieren. Seine Software basiert auf branchenüblichen Quellcodes von Unternehmen wie Westinghouse, GSE Solutions, Tokamak Energy und dem Institute for Energy Technology in Norwegen.
Der physische Raum des Simulators ist wie eine reale Betriebsumgebung gebaut und verfügt über einen umlaufenden Bildschirm aus drei immersiven Displays als Gesamtanlagenübersicht. Studierende können Möbel und Konsolen verschieben, um verschiedene Kontrollraumlayouts anzupassen, und die digitalen Bedienerarbeitsplätze entsprechen modernen Kontrollraumstandards.
Der Simulator dient mehreren akademischen und nationalen strategischen Zielen. Im Bereich Cybersicherheit bietet er hochauflösende Szenarien zur Simulation von Cyberangriffen auf Nuklearanlagen und schult Fachkräfte im Schutz kritischer nationaler Infrastruktur. In der Nukleartechnik ermöglicht er Bachelor-, Master- und Doktoranden, theoretische Konzepte in die Praxis umzusetzen. In der Humanfaktor- und Psychologieforschung nutzt die psychologische Fakultät der Universität die Einrichtung, um menschliches Verhalten, Sicherheitsprotokolle und Gruppenentscheidungen unter Hochdruck-Notfallbedingungen zu verfolgen. Die Einrichtung verfügt außerdem über ein fortschrittliches Gesprächswiedergabesystem, das Audio, Video, Bildschirmaufnahmen, Datenprotokolle und von Dozenten ausgelöste Störungen in einer einzigen Wiedergabedatei für tiefgehende Nachanalysen zusammenfasst.
Die Einrichtung befindet sich auf dem Hauptcampus in der Nähe der Data Immersion Suite und wird im Herbstsemester offiziell die ersten Studierenden begrüßen.
Professor Rebecca Lingwood, Vizepräsidentin der Lancaster University, erklärte, dass diese neue Einrichtung die Stärken Lancasters in Disziplinen wie Nukleartechnik und Cybersicherheit stärken, den Studierenden ein hervorragendes Lernerlebnis bieten und dazu beitragen werde, die junge Generation zu fördern, die die kohlenstoffarme Energieindustrie und die regionale Wirtschaft unterstützt.
Die Lancaster University ist eine der ersten britischen Universitäten, die vom National Cyber Security Centre als Academic Centre of Excellence in Cyber Security Research and Education anerkannt wurde. Die Universität bietet zudem den einzigen Bachelorstudiengang in Nukleartechnik im Vereinigten Königreich an, und ihre Forschungsgruppe für Nuklearwissenschaft und -technologie umfasst Fachkenntnisse in den Bereichen Spalt- und Fusionsbrennstoffkreislauf, Nuklearmedizin, nukleare Sicherheit und Sicherung.
Professor Paul Smith, Professor für Cybersicherheit und leitender Forscher des Projekts, wies darauf hin, dass der hochauflösende Simulator Szenarien von Cyberangriffen auf Nuklearanlagen erstellen werde, um Cybersicherheitsstudierenden ein tiefgehendes Lernerlebnis zu bieten und zur Ausbildung von Fachkräften für den Schutz kritischer nationaler Infrastruktur beizutragen.
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