de.wedoany.com-Bericht: Der weltweit führende Produzent von hochreinem Wolframpulver, Wolfram Bergbau und Hütten AG, hat mit dem regionalen Energieversorger Energie Steiermark sowie dem durch den Bundesminister vertretenen Bundesministerium für Wirtschaft eine langfristige Vereinbarung zur Lieferung von grünem Wasserstoff an sein Werk in St. Martin unterzeichnet. Das Projekt soll 2026 starten und voraussichtlich Ende 2027 in Betrieb gehen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus gefördert, um die Stärkung der Wasserstoffwirtschaft in Österreich zu unterstützen und den Übergang energieintensiver Industrien zu klimafreundlichen Verfahren zu beschleunigen. Energie Steiermark wird einen PEM-Elektrolyseur mit einer Leistung von über 5 Megawatt entwickeln und betreiben, der jährlich bis zu 750 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren kann. Eine Pipeline verbindet den Elektrolyseur in Bergla mit dem Industriegebiet rund um St. Martin, wobei Wolfram der erste Pilotkunde und Hauptabnehmer dieser Anlage sein wird.
Für Wolfram sichert die Vereinbarung eine langfristige und stabile Versorgung mit grünem Wasserstoff für seine Wolframreduktions- und Aufkohlungsprozesse. Der Umstieg von grauem auf grünen Wasserstoff ist ein entscheidender Schritt zur Dekarbonisierung des Kernproduktionsprozesses und trägt zum Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 bei. Wolfram, ein Unternehmen der Sandvik Group, verfolgt die Reduktionsziele gemäß der Science Based Targets Initiative (SBTi). Durch die Umstellung auf grünen Wasserstoff kann Wolfram seine CO₂-Emissionen direkt senken und damit sowohl zur eigenen Strategie als auch zu den Nachhaltigkeitszielen der Sandvik Group beitragen.
David Goulbourne, Präsident von Wolfram Bergbau und Hütten AG, erklärte, dass die Sicherung von grünem Wasserstoff für das Werk in St. Martin ein Meilenstein sei. Diese Partnerschaft unterstütze die Netto-Null-Ziele, stärke die langfristige Versorgungssicherheit und integriere nachhaltige Produktion direkt in den Kern der Wertschöpfung. Martin Graf und Werner Ressi, Mitglieder des Vorstands von Energie Steiermark, wiesen darauf hin, dass der Energieversorger mit diesem groß angelegten grünen Wasserstoffprojekt seine Wasserstoffstrategie konkret umsetze und die Infrastruktur zur Unterstützung der industriellen Dekarbonisierung in der Region aufbaue.
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