de.wedoany.com-Bericht: Iberdrola hat im Rahmen ihres Solar-Community-Programms in Portugal acht neue Anlagen entwickelt. Zusammen mit zwei bereits vollständig in Betrieb befindlichen Projekten umfasst das Programm nun insgesamt zehn Anlagen, von denen voraussichtlich über 2.000 Teilnehmer mit geteiltem erneuerbarem Strom versorgt werden.
Dieses Modell ermöglicht es den Teilnehmern, saubere Energie über gemeinsame Erzeugungsanlagen zu beziehen, ohne selbst Photovoltaikmodule installieren oder eine Anfangsinvestition tätigen zu müssen. Dadurch werden die traditionellen Hürden für die Nutzung erneuerbarer Energien gesenkt. Die Funktionsweise der Solar-Community besteht darin, den überschüssigen Strom der lokalen Anlagen an Verbraucher und Unternehmen zu verteilen, die sich in einem Umkreis von vier Kilometern um den Standort der Anlage befinden. Diese Anlagen können jährlich rund 1,7 Millionen Kilowattstunden erneuerbare Energie gemeinsam nutzen, wodurch voraussichtlich mehr als 250.000 Kilogramm CO₂-Emissionen vermieden werden. Im Vergleich zu den Standardstromtarifen sparen die am Programm teilnehmenden Verbraucher durchschnittlich etwa 30 % der Kosten, ohne dass Teilnahmegebühren anfallen.
Pedro Torres, Direktor für intelligente Lösungen bei Iberdrola Clientes Portugal, erklärte, dass Solar-Communities die Art und Weise der Energieverteilung verändern, sie zugänglicher und kollaborativer machen. Durch die Förderung innovativer Lösungen werde die Stromerzeugung näher an den Verbrauch herangeführt, was den lokalen Gemeinschaften und dem Energiesystem konkrete Vorteile bringe.
Das Unternehmen ist seit 2004 auf dem portugiesischen Markt tätig und betreibt eines der größten erneuerbaren Energieprojekte Portugals – das Sistema Eletroprodutor do Tâmega. Dieser Wasserkraftwerkskomplex erforderte Investitionen von über 1,85 Milliarden US-Dollar und verfügt über eine installierte Leistung von 1.158 Megawatt, darunter 880 Megawatt Pumpspeicherkapazität. Darüber hinaus sind alle sieben Photovoltaikprojekte, die Iberdrola bei der portugiesischen Solar-Kapazitätsauktion 2019 gewonnen hatte, vollständig in Betrieb, mit einer installierten Gesamtleistung von rund 186,3 Megawatt.
Im Jahr 2024 erhielt Iberdrola von Fitch Sustainable die höchste Bewertung, da das Unternehmen im Vorjahr 26,7 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen reduziert hatte.
Ob das Solar-Community-Modell auch außerhalb Portugals auf andere Märkte übertragen werden kann, bleibt abzuwarten, doch die Struktur ist an Märkte mit ähnlichen regulatorischen Rahmenbedingungen anpassbar. Pedro Torres erklärte, dass der aktuelle Schwerpunkt darauf liege, die Vorteile der zehn bestehenden Projekte auszuweiten und zu beweisen, dass dezentrale Energieverteilung einen messbaren Mehrwert für die versorgten Gemeinschaften schaffen kann.
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