Agrarakteure aus Rio Grande do Sul treiben Projekt „Agrarstadt“ voran
2026-06-21 14:20
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de.wedoany.com-Bericht: Eine Gruppe von Agrarakteuren aus dem brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul treibt ein integriertes Entwicklungsprojekt namens „Agrarstadt“ (Cidade do Agro) voran, das darauf abzielt, Agrarwirtschaft, Forschung, Innovation, Bildung und regionale Wirtschaft auf einer dauerhaften Plattform zu vereinen. Das Projekt soll in der Gemeinde Capão do Leão nahe Pelotas umgesetzt werden und wird von einem Team aus ländlichen Produzenten, Ingenieuren und Unternehmern vorangetrieben. Die Idee entstand aus der effizienten Mobilisierungsfähigkeit des Agrarsektors während der Bewältigung der historischen Überschwemmungen im Jahr 2024 in der Region.

Von der Flutkatastrophe zur Entwicklung: Einwohner von Rio Grande do Sul säen die Saat für die Schaffung der „Agrarstadt“

Der ländliche Produzent Lauro Ribeiro, der an den Entwässerungsarbeiten nach der Flut beteiligt war, stellte die Frage: Wenn der Agrarsektor in Notfällen so schnell handeln kann, warum sollte er dann nicht dauerhaft einen festen Mechanismus für die regionale Entwicklung schaffen? Diese Überlegung führte zur Idee der „Agrarstadt“. Das Projekt ist nicht als einzelne Messe oder Veranstaltungsfläche konzipiert, sondern als ein ganzjährig funktionierendes Ökosystem. Die Agronomin Tuíra Barcellos, ein Teammitglied des Projekts, erklärte, das Ziel sei es, die Beschränkung zu überwinden, dass die Landwirtschaft nur mit sich selbst spricht, und einen Raum zu schaffen, der mit der Stadt interagiert und der Region ein langfristiges Erbe hinterlässt.

Das Projekt sieht eine zweistufige Struktur vor: Die gemeinnützige Einrichtung „Institut Agrarstadt“ (Instituto Cidade do Agro) ist für die institutionelle Säule zuständig; die kommerzielle Einheit generiert Einnahmen durch Grundstücksverkäufe, Raumvermietung, den Betrieb von Demonstrationsparzellen und eine Plattform für Unternehmensbeziehungen, um das Institut kontinuierlich zu finanzieren. Ein Kernstück ist die Einrichtung fester Versuchs- und Experimentierflächen, auf denen Unternehmen Technologien im Rahmen langfristiger landwirtschaftlicher Verfahren validieren können, anstatt sich auf temporäre Ausstellungsstrukturen zu verlassen. Barcellos wies darauf hin, dass die Nähe zu akademischen Einrichtungen dazu beitragen könne, die historischen Engpässe der Region bei der Bindung von Talenten und dem Wissenstransfer zu überwinden.

Die Agrarstadt hat bereits die Unterstützung mehrerer Partner gewonnen, darunter Unternehmen wie 3tentos, Corteva und Nutriplant, regionale Firmen wie Sementes Simão, Fronteira Agro, Real Agro und Agrofel sowie Institutionen wie Sebrae, Emater/RS, IRGA, Federarroz und die Bundesuniversität von Pelotas (Universidade Federal de Pelotas). Darüber hinaus ist geplant, eine Gründungs- und Innovationsumgebung einzurichten, die sich zunächst auf Gartenbaukulturen konzentriert und gemeinsame Einrichtungen sowie technische Unterstützung bietet. Eine landwirtschaftliche Forschungsstation soll auch als Plattform zur Verbindung von Technologieunternehmen und Produzenten dienen.

Die öffentliche Vorstellung des Projekts ist für den 9. Juli (Ortszeit) geplant. Dann wird das Team Unterstützer, Wirtschaftsführer und Branchenvertreter zusammenbringen, um die Grundlagen für die operative Phase zu schaffen.

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