Ingka Group erwirbt zwei Solarparks in Spanien mit einer jährlichen Stromerzeugung von 106 GWh
2026-06-22 14:11
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de.wedoany.com-Bericht: Die Ingka Group hat über ihre Investmenttochter Ingka Investments zwei Solarparks in Spanien erworben. Einer davon ist bereits in Betrieb, der andere soll nach der Netzanbindung jährlich zusätzlich 55 GWh erzeugen. Insgesamt wird die jährliche Stromerzeugung beider Anlagen voraussichtlich 106 GWh betragen.

Die Ingka Group ist der weltweit größte Betreiber von IKEA-Einrichtungshäusern und betreibt 411 Filialen in 32 Ländern. Vom „Sustainability Magazine“ wurde sie unter den 250 nachhaltigsten Unternehmen weltweit auf Platz 15 gewählt. Der Konzern strebt bis 2050 Netto-Null-Emissionen an, hat seine Gesamtemissionen seit 2016 um 30,1 % reduziert und plant, bis 2030 8,6 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien, Batteriespeicher und Klimatechnologien zu investieren. Derzeit umfasst sein globales Energieportfolio 49 Windparks und 26 Solarparks mit einer Gesamtkapazität von 2,2 GW.

Von den neu erworbenen Solarparks trägt das erste Projekt den Namen La Oliva, befindet sich in der Region Toledo und ist bereits in Betrieb. Es wird eine jährliche Stromerzeugung von 51 GWh erwartet. Das zweite Projekt liegt in Murcia und soll nach der Netzanbindung voraussichtlich 55 GWh pro Jahr erzeugen. Peter van der Poel, Geschäftsführer von Ingka Investments, erklärte, dass diese Akquisitionen Teil einer breiteren Strategie des Unternehmens auf der Iberischen Halbinsel seien. Das Unternehmen betreibt in Portugal zudem einen bestehenden Windpark, der derzeit mit Solarzellen nachgerüstet wird – ein Prozess, der als „Hybridisierung“ bezeichnet wird.

Sobald die beiden neuen Solarparks und das portugiesische Umbauprojekt in Betrieb sind, wird die jährliche Produktion erneuerbarer Energien von Ingka Investments auf der Iberischen Halbinsel 323 GWh erreichen. Peter van der Poel betonte, dass dies vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung lokaler Energie ein wichtiger Schritt sei, aber noch mehr Arbeit bevorstehe.

Frederik de Jong, Leiter für erneuerbare Energien bei Ingka Investments, wies darauf hin, dass die Projekte in Toledo und Murcia angesichts der schwankenden Energiepreise und der unsicheren Versorgungslage in Europa dazu beitrügen, die Widerstandsfähigkeit und Vernetzung des regionalen Energiesystems zu stärken. Spanien verzeichnet jährlich 270 bis 320 Sonnentage und verfügt über reichhaltige Solarenergieressourcen, was ein wichtiger Grund für die Investitionen des Unternehmens sei.

Karen Pflug, Chief Sustainability Officer der Ingka Group, erklärte, dass der Ausbau der Kapazitäten für erneuerbare Energien in Europa für den Klimafortschritt und die langfristige Stabilität von entscheidender Bedeutung sei. Die Erweiterung der Präsenz in Spanien und die Schaffung hybrider Wind- und Solaranlagen trügen zum Aufbau eines flexibleren und stärker vernetzten Energiesystems bei. Derzeit übersteigt die installierte Photovoltaik-Kapazität in Spanien 32 GW und ist damit die größte einzelne Stromquelle des Landes – allein im vergangenen Jahr kamen fast 9 GW hinzu. Die jährliche zusätzliche Leistung von 106 GWh durch Ingka macht zwar prozentual nur einen geringen Anteil aus, ihre symbolische Bedeutung liegt jedoch darin, dass sie das wachsende Interesse von Unternehmen an der spanischen Energiewende zeigt.

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