de.wedoany.com-Bericht: European Energy hat mit dem dänischen Bilanzkreisverantwortlichen (BRP) Twig Energy eine Vereinbarung getroffen, um die hybride Erneuerbare-Energien-Anlage in Måde bei Esbjerg im Westen Dänemarks gemeinsam zu verwalten und zu optimieren. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, durch die Integration mehrerer sauberer Energietechnologien ein einziges, flexibles Energiesystem zu schaffen, das auf Markt- und Netzgegebenheiten reagieren kann.

Der Standort Måde, der von der Vereinbarung abgedeckt wird, umfasst zwei Elektrolyseure mit einer Gesamtkapazität von 8,1 Megawatt zur Produktion von grünem Wasserstoff, zwei Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 16 Megawatt sowie ein Batteriespeichersystem mit einer Leistung von 5 Megawatt und einer Speicherkapazität von 20 Megawattstunden. Laut European Energy ist dies das erste Mal, dass das Unternehmen die Erzeugung erneuerbarer Energie, Batteriespeicher und flexible Stromverbraucher im Rahmen einer einzigen Bilanzkreisvereinbarung gemeinsam verwaltet. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Systemeffizienz zu maximieren, indem die Erzeugung, Speicherung, Nutzung oder Einspeisung von Strom in das Netz auf der Grundlage von Echtzeit-Betriebsbedingungen und Marktbedingungen koordiniert wird.
Gemäß der Vereinbarung wird Twig Energy für den Ausgleich des Standorts verantwortlich sein und den Stromfluss zwischen den Windkraftanlagen, dem Batteriespeichersystem und den Elektrolyseuren optimieren. Die integrierte Konfiguration ermöglicht es, den vor Ort erzeugten erneuerbaren Strom dorthin zu leiten, wo er den größten Wert schafft. Abhängig von Strompreisen, Netzbedarf und Betriebsanforderungen kann der Strom in Batterien gespeichert, zur Produktion von grünem Wasserstoff verwendet oder direkt ins Netz eingespeist werden. European Energy ist der Ansicht, dass dieser Integrationsgrad die zunehmende Abhängigkeit von Flexibilität und intelligentem Energiemanagement in erneuerbaren Energiesystemen widerspiegelt.
Durch die Kombination mehrerer Technologien an einem einzigen Standort will das Unternehmen die Systemeffizienz steigern und gleichzeitig zur Stabilisierung des Netzes und zur breiteren Energiewende beitragen. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Produktion von grünem Wasserstoff. Die Elektrolyseure in Måde nutzen vor Ort erzeugten erneuerbaren Strom, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten und so kohlenstofffreien Wasserstoff zu erzeugen. Der so gewonnene grüne Wasserstoff kann in industriellen Anwendungen eingesetzt werden und soll eine Rolle bei der Reduzierung von Emissionen in Sektoren spielen, die schwer direkt zu elektrifizieren sind. Gleichzeitig bietet die Wasserstoffproduktion eine flexible Stromnachfragequelle, die in Zeiten hoher Erzeugung überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen aufnehmen kann.
Twig Energy betont, dass sich die Anlage in Måde von traditionellen Erneuerbare-Energien-Projekten unterscheidet, da sie mehrere miteinander verbundene Anlagen kombiniert, die unter einem einzigen Netzanschluss betrieben werden. Die Verwaltung eines solchen Systems erfordert die Abwägung vielfältiger technischer und kommerzieller Aspekte bei gleichzeitiger Sicherstellung einer effizienten Leistung aller Komponenten. Zu diesem Zweck entwickelt das Unternehmen automatisierte Optimierungssysteme, die auf Echtzeit-Marktsignale und Betriebsbeschränkungen reagieren können, um den Wert zu maximieren und den Bedarf an manuellen Eingriffen zu reduzieren. Das Måde-Projekt ist Teil der Strategie von European Energy, das Power-to-X-Geschäft in Dänemark und anderen internationalen Märkten auszubauen und integrierte Lösungen für erneuerbare Energien zu entwickeln. Die Anlage ist bereits in Betrieb; die Windkraftanlagen, das Batteriespeichersystem und die Wasserstofferzeugungsanlage sind alle installiert und in Betrieb. In den kommenden Monaten werden sich European Energy und Twig Energy darauf konzentrieren, die Interaktion zwischen diesen Technologien zu optimieren, um das volle Potenzial des integrierten Energiesystems auszuschöpfen.
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