Frankreichs Simulia: Stärkung der Datensouveränität, Zusammenarbeit mit NVIDIA zur Markteinführung bis Jahresende
2026-06-23 10:46
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de.wedoany.com-Bericht: Michelle Ash, CEO von Simulia bei Dassault Systèmes, wies kürzlich darauf hin, dass Simulationsdaten zu einem zentralen Unternehmenswert geworden sind. Die Branche benötige nicht nur schnellere Simulationsgeschwindigkeiten, sondern auch ein System, das Daten sicher schützt und die direkte Kontrolle der Unternehmen gewährleistet. Michelle Ash betonte diese Ansicht bei einem Treffen mit einer koreanischen Journalistengruppe und stellte klar, dass Simulia neben der Steigerung der Simulationsgeschwindigkeit auch die Stärkung der Datensouveränität der Unternehmen vorantreiben werde.

Simulia ist eine Simulationsproduktmarke von Dassault Systèmes, die sich auf die Überprüfung von Leistung und Zuverlässigkeit in einer virtuellen Umgebung während der Produktentwicklungsphase vor der eigentlichen Fertigung konzentriert. Derzeit treibt die Marke gezielt die Integration von KI und virtueller Zwillings-Technologie voran, um den gesamten Prozess von Design bis zur Validierung zu optimieren.

Michelle Ash definiert Datensouveränität als das Recht eines Unternehmens, seine internen Daten direkt zu kontrollieren. Sie betonte, dass Unternehmen nicht nur vor externen Angriffen und Urheberrechtsverletzungen geschützt werden müssten, sondern auch klar nachvollziehen und verwalten können sollten, wo Daten gespeichert sind, wer Zugriff hat, wie sie verwendet werden und welche Änderungen und Erstellungsgeschichte sie haben. Diese Ansicht resultiert aus dem tiefgreifenden Wandel der Natur von Simulationsdaten. Während Simulationsdaten früher eher als Rechenprodukt der Produktvalidierung galten, haben sie sich im KI-Zeitalter zu einem zentralen geistigen Eigentum entwickelt, mit dem Unternehmen Design-Know-how, Analyseerfahrungen und Validierungshistorie ansammeln. Mit der zunehmenden Verbreitung von Physical AI in der Industrie werden Simulationsdaten aktiver für Produktentwicklung und Designoptimierung genutzt, wodurch der Zugriff von KI auf interne Daten erweitert wird. Entscheidend ist die Kontrolle darüber, wo Daten gespeichert sind, wer darauf zugreift und zu welchem Zweck.

Um dieses Problem anzugehen, hat Dassault Systèmes ein System zur Stärkung der Datensouveränität aufgebaut. Dieses System basiert auf der „3DExperience (3DX)-Plattform", auf der Ingenieure den gesamten Simulationsprozess von Design, Analyse-Modell bis hin zu Validierungsergebnissen nachverfolgen und in Echtzeit den Zugriff und die Nutzung von Daten einsehen können. Darüber hinaus wird der Informationszugriff je nach Datentyp granularisiert, wobei öffentliche Informationen, Branchenwissen und kundenspezifisches geistiges Eigentum getrennt verwaltet werden. Der Datenzugriff von KI wird eingeschränkt, um zu verhindern, dass sensible Informationen unternehmensintern unterschiedslos abgerufen werden. Michelle Ash prognostiziert, dass solche Datensouveränitätssysteme besonders für stark regulierte Branchen geeignet sein werden. Derzeit bietet Dassault Systèmes Kunden in sensiblen Bereichen wie Verteidigung und Luft- und Raumfahrt souveräne Cloud- und dedizierte Cluster-Umgebungen, um sicherzustellen, dass Kundendaten isoliert von anderen Organisationen betrieben werden. In Zukunft wird das Unternehmen weiterhin die Sicherheits- und Compliance-Anforderungen aller Branchen erfüllen.

Ausbau der NVIDIA-Simulations-Infrastruktur … „Rechenleistung wird erhöht"

Parallel zur Stärkung der Datensouveränität verbessert Simulia auch die Simulationsleistung. Michelle Ash ist der Ansicht, dass im KI-Zeitalter Datenschutz und schnellere Simulationsausführung und -nutzung gleichermaßen unverzichtbar sind. Zu diesem Zweck arbeitet Dassault Systèmes mit NVIDIA im Bereich Rechenzentrumsdesign und Physical AI zusammen. Im Februar dieses Jahres gingen die beiden Unternehmen eine langfristige strategische Partnerschaft ein, um die virtuellen Zwillings-Technologien von Dassault Systèmes mit der KI-Infrastruktur und der Omniverse-Plattform von NVIDIA zu integrieren.

Diese Zusammenarbeit treibt die Verbesserung der Simulationsleistung von Simulia voran. Der Simulia-Solver wird gezielt für die NVIDIA-Grafikprozessor-Umgebung optimiert, um die Leistungssteigerungen durch verschiedene physikalische Phänomene sowie CPU- und GPU-Konfigurationen zu analysieren. In Zukunft werden Omniverse-Funktionen in die 3DX-Plattform integriert. Erste Ergebnisse der Zusammenarbeit werden voraussichtlich frühestens Ende dieses Jahres bekannt gegeben.

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