de.wedoany.com-Bericht: Der mongolische Energieminister Badrachyn Naidalaa erklärte kürzlich bei einem Treffen mit dem russischen Botschafter in der Mongolei, Alexei Jewssikow, dass die Zusammenarbeit mit Russland für die mongolischen Reformen im Energiesektor von großer Bedeutung sei.
Derzeit konzentriert sich die Mongolei auf die Gewährleistung der Sicherheit und des stabilen Betriebs des Energiesystems sowie auf die Vorbereitung der Energieversorgung im Winter. Durch die Unterstützung in- und ausländischer Investitionen sollen große Energieprojekte realisiert und die Zusammenarbeit mit russischen Unternehmen weiter vertieft werden.
Einer der Schwerpunkte der Gespräche war das Erweiterungsprojekt des dritten Wärmekraftwerks in Ulaanbaatar. Dieses Projekt ist in das zwischenstaatliche Abkommen zwischen Russland und der Mongolei aufgenommen worden, die entsprechenden Verträge sollen in Kürze unterzeichnet werden. Neben traditionellen Strom- und Wärmeprojekten bekundete die Mongolei auch die Absicht, Grundlagenforschung für den Bau eines kleinen Kernkraftwerks durchzuführen. Ein Vertreter des russischen Staatskonzerns Rosatom in der Mongolei hatte zuvor erklärt, dass der Bau eines kleinen Kernkraftwerks in der Mongolei zum Flaggschiffprojekt der russisch-mongolischen Zusammenarbeit in den kommenden Jahrzehnten werden könnte. Derzeit ist ein potenzieller Standort die geplante Region Neu-Karakorum, die in der Nähe der Ruinen der alten Hauptstadt des Mongolischen Reiches liegt und eine starke symbolische Bedeutung sowie Entwicklungsperspektiven bietet.
Das von russischer Seite vorgeschlagene technische Konzept umfasst den RITM-200-Reaktor, der seit Jahren auf nukleargetriebenen Eisbrechern in der Arktis im Einsatz ist und von Russland als ausgereifte und zuverlässige moderne Lösung für kleine Reaktoren angesehen wird. Zuvor hatte der stellvertretende Vorsitzende des mongolischen Großen Staats-Churals, Buchtschuluun Pürewdordsch, ebenfalls angedeutet, dass die Mongolei mit Russland intensiv über die Möglichkeit des Baus eines Kernkraftwerks in der Uranlagerstätte Mardai diskutiere. Diese Uranlagerstätte wurde in den 1980er Jahren von sowjetischen Experten erschlossen und liegt im Osten der Mongolei nahe der russisch-mongolischen Grenze im Dornod-Uranerzgürtel.
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