Polnische Festnetz-Internetbetreiber stehen vor regulatorischen und kostenseitigen Herausforderungen
2026-06-23 16:59
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de.wedoany.com-Bericht: Betreiber des polnischen Festnetz-Internetmarktes erklärten kürzlich in einer Branchendebatte, dass der Wettbewerb möglicherweise gerade erst in eine wirklich intensive Phase eintrete, während sie gleichzeitig mit verschärften Regulierungen, steigenden Hardwarekosten und Druck durch TV-Dienstleistungsbedingungen konfrontiert seien. Die von der Vector-Gruppe organisierte Debatte fand während der Techwaves-Konferenz in Danzig (Gdańsk) statt und trug den Titel „Das Ende der ‚Pipeline-Ära‘: Wie gewinnt man in einem Markt, in dem alles zur Ware wird?“.

Piotr Muszyński, Geschäftsführer der Fixmap-Gruppe, ist der Ansicht, dass sich die Betreiber derzeit stärker auf den Netzausbau und die Erweiterung der Abdeckung – teilweise unterstützt durch EU-Mittel – konzentrieren als auf die Netzsättigung. Er prognostiziert, dass die Dienstpreise zu sinken beginnen könnten, anstatt zu steigen, wenn der Markt in die Phase eintritt, in der die Netzsättigung durch Wettbewerb bei den Diensten gesteigert wird.

Arkadiusz Koćma, Präsident des lokalen ISP Gigainternet aus der Woiwodschaft Kleinpolen (Małopolska), sorgt sich am meisten um weitere Regulierungen. Er weist darauf hin, dass die Einführung von Regulierungen in der Regel die Spielregeln ändere, die daraus resultierenden schnellen Maßnahmen nicht unbedingt richtig seien, Kosten verursachten und neue Vorschriften in der Regel zu Lasten lokaler ISPs gingen. Beata Rulewicz, B2C-Geschäftsführerin von Inea, ist der Meinung, dass die Herausforderungen für polnische Betreiber in naher Zukunft die Umsetzung der NIS-2-(KSC-)Richtlinie sowie steigende Preise für Speicher und Hardware umfassen könnten. Marcin Palkowski, Direktor für Technik und Netzwerkmanagement bei Netii, erklärte, dass viele Betreiber von den Vorschriften für Hochrisiko-Lieferanten betroffen sein könnten.

Bogdan Łaga, Präsident von Chopin Telewizja Kablowa aus Wejherowo und gleichzeitig Präsident von PIKE, wies darauf hin, dass auch TV-Dienstleistungen eine Herausforderung darstellten. Das Problem liege nicht im Wettbewerb mit Streamingdiensten wie Netflix oder Disney+, da der Verkauf von TV-Dienstleistungen derzeit nicht rückläufig sei, sondern darin, dass die Rundfunkanstalten in den Verhandlungen eine überlegene Position hätten und ungünstige Vertragsklauseln durchsetzen könnten. Derzeit habe er keine Möglichkeit, diese Situation zu ändern.

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