de.wedoany.com-Bericht: Microsoft hat die Einführung des Multi-Modell-KI-gestützten Schwachstellenerkennungssystems mit dem Codenamen MDASH angekündigt. Das System integriert über 100 unabhängige Agenten, nutzt mehrere führende KI-Modelle und kombiniert agentenbasiertes Reasoning, um Organisationen dabei zu helfen, Sicherheitsrisiken im Zeitalter fortschrittlicher KI zu identifizieren und zu bewältigen.

Da Künstliche Intelligenz (KI) weltweit Cyberrisiken beschleunigt, gestalten neue KI-Modelle die Cybersicherheitslandschaft neu und verkürzen die Vorbereitungszeit von Organisationen auf KI-gesteuerte Cyberangriffe. Kerissa Varma, Chief Security Advisor von Microsoft Afrika, erklärte, dass Organisationen sich nicht mehr allein auf traditionelle Sicherheitsmethoden verlassen könnten. In einer Welt, in der Schwachstellen in großem Maßstab entdeckt und ausgenutzt werden können, seien manuelle Prozesse nicht mehr zeitgemäß. Der Bedarf an moderner Cloud-Infrastruktur und KI-gestützter Verteidigung werde dringend. Der Bericht der Boston Consulting Group (BCG) „KI erhöht den Einsatz in der Cybersicherheit" zeigt, dass fast 60 % der afrikanischen Unternehmen im vergangenen Jahr KI-gesteuerte Cyberangriffe erlebt haben, aber nur die Hälfte den Einsatz von KI zur Stärkung der Verteidigung priorisiert. 29 % haben fortschrittliche KI-gestützte Cybersicherheitstools implementiert, und nur 3 % haben ihr Cybersicherheitsbudget aufgrund von KI-gesteuerten Bedrohungen signifikant erhöht. Der Microsoft Digital Defense Report weist darauf hin, dass KI zu einem Kraftmultiplikator für Bedrohungsakteure wird: KI-gesteuerte Phishing-E-Mails werden 4,5-mal häufiger angeklickt als herkömmliche Versuche.
MDASH wurde ursprünglich vom internen Code-Sicherheitsteam von Microsoft entwickelt, um mehrere KI-Modelle von Drittanbietern für Sicherheitsaufgaben zu nutzen und Microsoft-Code zu schützen. Es wird nun über ein privates Nutzungsprogramm anderen Organisationen zur Verfügung gestellt. Das System orchestriert über 100 spezialisierte KI-Agenten, die in einer Mischung aus führenden und destillierten Modellen eingesetzt werden, um ausnutzbare Schwachstellen Ende-zu-Ende zu erkennen, zu verifizieren und nachzuweisen. Im Gegensatz zu Einzelmodell-Ansätzen wählt MDASH das beste Modell für spezifische Sicherheitsaufgaben aus und ist nicht auf einen einzigen KI-Anbieter beschränkt. MDASH kann Schwachstellen in der gesamten IT-Umgebung einer Organisation erkennen, verifizieren, priorisieren und bei der Behebung helfen. Es wird bereits vom Microsoft-Sicherheitsteam genutzt, befindet sich derzeit in einer begrenzten privaten Vorschauphase und hat bereits einige südafrikanische Kunden in das Programm aufgenommen. MDASH belegte kürzlich im CyberGym AI-Sicherheitsbenchmark den Spitzenplatz und übertraf Einzelmodell-Systeme.
Microsoft erweitert den Einsatz von KI-gestützter Sicherheitsforschung, um Schwachstellen früher und in größerem Umfang zu identifizieren. Diese KI-gestützten Entdeckungen werden in die regulären „Patch Tuesday"-Veröffentlichungen von Microsoft integriert, wobei die Anzahl der durch KI identifizierten Schwachstellen monatlich zunimmt. Varma erklärte, dass Organisationen in der Lage sein müssen, Updates schnell anzuwenden. Organisationen, die auf modernen Cloud-Plattformen operieren, profitieren von stärker automatisierter Patches und integriertem Schutz. Organisationen, die lokale Umgebungen verwalten, sollten bewerten, wie schnell sie kritische Updates bereitstellen können.
Die Cybersicherheitsherausforderungen werden durch den Arbeitskräftemangel noch verschärft. Der BCG-Bericht zeigt, dass 82 % der afrikanischen Organisationen Schwierigkeiten haben, KI-Cybersicherheitstalente zu rekrutieren. Microsoft hat seine Cybersicherheitskompetenzinitiativen auf Südafrika ausgeweitet und bietet über das Ikamva Digital-Programm 50 Berufsbildungs- und Technologiekollegs (TVET) branchenorientierte Lerninhalte an, damit junge Menschen Cybersicherheitsfähigkeiten für Rollen wie Sicherheitsanalysten und IT-Administratoren erwerben können. Darüber hinaus erweitert Microsoft über das Programm „Secure Now" den Zugang zu praktischer Sicherheitsberatung und bietet umsetzbare Empfehlungen zur Bewältigung kritischer Risikobereiche. Diese Arbeit baut auf der Microsoft „Secure Future Initiative" auf, die Sicherheit in den Mittelpunkt des Designs, der Entwicklung und des Betriebs des Unternehmens stellt.
Varma erklärte, dass die Diskussion nicht um die Beschaffung eines einzelnen Modells gehen sollte, sondern um den Aufbau einer umfassenden, widerstandsfähigen Sicherheitsstrategie. Microsoft ermutigt Organisationen, sich auf die Modernisierung der Cloud-Infrastruktur, zeitnahes Patchen, robuste Sicherheitshygiene und den Einsatz von KI zur Stärkung der Verteidigung zu konzentrieren. Durch MDASH und breitere Initiativen unterstützt Microsoft Organisationen dabei, von einer reaktiven zu einer proaktiven, KI-gesteuerten Sicherheit überzugehen.
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