de.wedoany.com-Bericht: Der leitende Sekretär für politische Angelegenheiten des südkoreanischen Präsidenten, Kim Yong-beom, erklärte, dass die Diskussionen über den Bau eines Halbleiterclusters außerhalb der Hauptstadtregion Seoul (Seoul metropolitan area) in die Endphase eingetreten seien. Die offizielle Bekanntgabe werde voraussichtlich nach der Fertigstellung detaillierter Pläne mit den beteiligten Unternehmen erfolgen. Dies ist die erste offizielle Bestätigung des Präsidialamtes (the presidential office), dass mehrere Regionen, darunter die Region Honam, in Betracht gezogen werden.
Kim Yong-beom äußerte sich am 24. Juni auf dem Forum des Kwanhun Clubs im Korea Press Center in Seoul zur Möglichkeit von Halbleiterinvestitionen von Samsung Electronics und SK hynix in der Region und sagte, dass Unternehmen, Ministerien und die Regierung über die Standortwahl für die Anlagen diskutieren.
Kim Yong-beom fügte hinzu, dass die Diskussionen nun in der Endphase seien. Sobald der Plan feststehe, würden Unternehmen und zuständige Ministerien die Öffentlichkeit informieren. Er wies Spekulationen zurück, wonach der Halbleitercluster in Yongin möglicherweise in die Region Honam verlegt werden könnte, und betonte, dass die Infrastruktur der Hauptstadtregion aufgrund des rasanten Wachstums der Nachfrage nach Speicherchips im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) an ihre Grenzen stoße. Die Regierung suche daher proaktiv nach der Entwicklung eines weiteren Clusters, um den künftigen Bedarf zu decken.
Kim Yong-beom stellte klar, dass es absolut keine Pläne gebe, die im Cluster Yongin entwickelten Anlagen in die Region Honam zu verlegen oder bestehende Pläne zu ändern. Es sei zu spät, erst mit der Entwicklung des nächsten Standorts zu beginnen, wenn Yongin vollständig fertiggestellt sei. Daher müsse man jetzt mit den Vorbereitungen beginnen. Der Bau einer neuen Halbleiterfabrik dauere in der Regel sieben bis acht Jahre. Der Cluster in Yongin werde voraussichtlich um 2034 bis 2035 an seine Kapazitätsgrenzen stoßen.
Kim Yong-beom rief die großen Chip-Hersteller dazu auf, ihre Investitionszeitpläne zu beschleunigen. Er wies darauf hin, dass SK hynix seinen ursprünglich für 2044 geplanten Zeitplan auf 2034 vorgezogen habe, das Tempo jedoch weiter erhöht werden müsse. Auch Samsung Electronics solle seinen derzeit bis 2048 reichenden Plan auf etwa 2034 oder 2035 vorziehen.
Branchenkreise erwarten, dass Samsung Electronics und SK hynix auf der für den 29. Juni anberaumten öffentlich-privaten Konferenz „Nationale Raumtransformation (National Spatial Transformation (Balanced Regional Development))" unter Vorsitz von Präsident Lee Jae-myung Einzelheiten zu den regionalen Halbleiterinvestitionen bekannt geben werden. Zu den derzeit in Betracht gezogenen Regionen gehören Gwangju, die Provinz Süd-Jeolla sowie Teile der Region Chungcheong. Die Diskussionen umfassen sowohl Anlagen für die fortschrittliche Verpackung als auch Frontend-Wafer-Fertigungsstätten.
Branchenbeobachter gingen zunächst davon aus, dass sich die Investitionen hauptsächlich auf die Backend-Verpackung konzentrieren würden. Berichten zufolge wurden die Pläne jedoch auf Frontend-Fertigungsanlagen ausgeweitet, um die regionale industrielle Ballungseffekte zu maximieren. Zu den potenziellen Standorten, die Samsung Electronics und SK hynix prüfen, gehören: die Advanced Industrial Zone 3, die den Bezirk Buk-gu in Gwangju und den Landkreis Jangseong in der Provinz Süd-Jeolla abdeckt, der Future Mobility National Industrial Complex, der Bitgreen Industrial Complex sowie ein Grundstück im Bezirk Gwangsan-gu, das derzeit vom First Fighter Wing als Munitionslager genutzt wird. Nach Angaben von Branchenkreisen seien die vorläufigen Bewertungen der Wasser- und Stromversorgung, der Verkehrsinfrastruktur und der Wohnbedingungen für diese vier Standorte bereits abgeschlossen.
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