Spanische Regierung plant Reform der Regulierung für das Zeitalter von Satelliten, KI und Rechenzentren
2026-06-25 14:28
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de.wedoany.com-Bericht: Der Staatssekretär für Telekommunikation, digitale Infrastruktur und digitale Sicherheit, Matías González, wies auf dem DigitalES Summit 2026 darauf hin, dass der derzeitige europäische Regulierungsrahmen für eine Realität mit geringerer Integration, geringerer Datendichte und geringerer Abhängigkeit von Künstlicher Intelligenz konzipiert sei und nicht mehr der strategischen Vermögenslandschaft aus Satelliten, Seekabeln und Rechenzentren entspreche. Anpassungen seien erforderlich.

Staatssekretär für Telekommunikation, digitale Infrastruktur und digitale Sicherheit, Matías González, spricht auf dem DigitalES Summit 2026

González analysierte drei zentrale Infrastrukturen. Im Satellitenbereich habe das Aufkommen von niedrig fliegenden Satellitenkonstellationen, die Integration mit Mobilfunkstandards und die Weiterentwicklung von Direct-to-Device-Diensten die Rolle von Satelliten in der Konnektivität verändert und sie zu einem Teil globaler Systeme gemacht. Diese Entwicklung werde die terrestrische Abdeckung in ländlichen und abgelegenen Gebieten ergänzen, die Netzresilienz erhöhen und die Dienstkontinuität in Notfällen verbessern. González betonte jedoch, dass die Satellitenkommunikation Herausforderungen in Bezug auf Interferenzen, Funkfrequenzverwaltung, internationale Koordinierung sowie den Schutz von Sicherheits- und Verteidigungsdiensten mit sich bringe, die Sorgfalt und regulatorische Umsicht erforderten. Europa solle die Gelegenheit der Überprüfung von Lizenzen im 2-GHz-Band nutzen, um die strategische Autonomie zu stärken. Die Weltfunkkonferenz 2027 werde zudem die Kompatibilität zwischen terrestrischen Mobilfunkbändern und neuen Satellitendiensten diskutieren.

Bei den Seekabeln wies González darauf hin, dass der Großteil des weltweiten Datenverkehrs weiterhin über Glasfasernetze und Seekabel übertragen werde. Diese Infrastruktur stütze kritische digitale Dienste. Spanien nehme aufgrund seiner Position als Verbindungspunkt zwischen Europa, Amerika, Afrika und dem Mittelmeer eine besondere Stellung ein. Seekabel seien jedoch physischen Sicherheitsrisiken, Cybersicherheitsrisiken und sogar geopolitischen Risiken ausgesetzt. Die EU und internationale Organisationen verstärkten ihre Aufmerksamkeit für diese Infrastrukturen.

In Bezug auf Rechenzentren vertrat González die Ansicht, dass die Debatte nicht allein auf den Energieverbrauch fokussiert sein dürfe. Er erinnerte daran, dass Künstliche Intelligenz in physischen Zentren trainiert werden müsse. Die technologische Souveränität hänge nicht nur vom geografischen Standort der Infrastruktur ab, sondern auch von Faktoren wie Gerichtsbarkeit, Sicherheit, Betriebskontinuität, effektiver Kontrolle über Daten und Reaktionsfähigkeit in Krisensituationen.

González fasste zusammen, dass die zukünftige Konnektivität ein hybrides Ökosystem sein werde, das terrestrische und Satellitennetze, Glasfaser, 5G, Seekabel, Cloud, Edge Computing und verteilte Rechenzentren kombiniere. Er plädierte für eine Regulierung, die Investitionen fördere, Rechtssicherheit biete, kritische Vermögenswerte schütze, die Skalierung von Innovationen ermögliche und die Resilienz stärke. Er betonte, dass diese Infrastrukturen die digitale Wirtschaft, Künstliche Intelligenz, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas in den kommenden Jahren stützten.

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