de.wedoany.com-Bericht: Einem Forschungsteam des Instituts für Molekularwissenschaften (Institute for Molecular Science at the National Institutes of Natural Sciences), einer gemeinsamen Nutzungseinrichtung der japanischen nationalen Universitäten, ist die Entwicklung eines neuartigen Elektrolytdesigns gelungen, das den Hauptleistungsengpass von Fluorid-Shuttle-Batterien (FSB) beseitigt.

Lithium-Ionen-Batterien leiden unter natürlicher Degradation, und die von ihnen benötigten Mineralien müssen durch energieintensive Prozesse gewonnen werden. Fluorid-Shuttle-Batterien gelten als vielversprechende Alternative der nächsten Generation, da sie eine extrem hohe Energiedichte aufweisen und aus kostengünstigen, reichlich vorhandenen Materialien hergestellt werden können. Im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Batterien, die positive Ionen transportieren, speichern und geben FSBs Energie frei, indem Fluorid-Ionen zwischen den Elektroden hin- und herwandern.
Die größte Herausforderung dieser Technologie besteht darin, dass die Fluoridierungsreaktion schwieriger auszulösen ist als die Defluoridierungsreaktion. Die Fluoridierung geht oft mit unerwünschten Nebenreaktionen und irreversiblen Prozessen einher, die die Batterieleistung beeinträchtigen. Nach der Analyse der Ursachen entwickelte das Forschungsteam eine Elektrolytlösung – Kaliumtetrafluoroborat (KBF4). Als kostengünstiges, reichlich vorhandenes und chemisch stabiles Mineral dient KBF4 in der chemischen Reaktion als Fluoridquelle.
Experimente zeigten, dass KBF4 die Löslichkeit von Fluoridsalzen erhöht und den Zustand der Fluorid-Ionen im Elektrolyten verändert. Die Forscher testeten den neuartigen Elektrolyten und bestätigten seine hohe elektrochemische Stabilität. Mittels Techniken wie der Röntgenphotoelektronenspektroskopie konnten sie erfolgreich reversible Fluoridierungs- und Defluoridierungsreaktionen beobachten. Das Team ist der Ansicht, dass KBF4 die Aktivität der Fluorid-Ionen in der Batterie effektiv kontrollieren kann und ein chemisch robuster, kostengünstiger Zusatzstoff ist.
Die entsprechende Studie mit dem Titel „Facilitated fluorination by potassium tetrafluoroborate in tetraglyme electrolytes for fluoride shuttle batteries“ wurde in der Fachzeitschrift „ACS Applied Energy Materials“ veröffentlicht. Das Team plant weitere Untersuchungen, um den Wirkmechanismus dieses Verfahrens besser zu verstehen.
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