de.wedoany.com-Bericht: Der Anbieter von Quantensteuerungselektronik Qblox gibt zwei parallele Initiativen bekannt, die seine Expansion im nordamerikanischen Geschäftsbetrieb und seine Unternehmenspositionierung vorantreiben. Das Unternehmen hat einen formellen Bereitstellungsvertrag mit dem US-Energieministerium (DOE) und dem Fermi National Accelerator Laboratory (Fermilab) abgeschlossen und gleichzeitig eine Infrastruktur-Partnerschaft mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) aufgebaut.

Diese beiden Ankündigungen ermöglichen es Qblox, Open-Source-Hardware-Designs im US-amerikanischen Forschungsnetzwerk auszuweiten und gleichzeitig modulare Steuerungstopologien direkt in Hochleistungsrechner- (HPC) und KI-Rechenzentrumscluster zu integrieren. Auf Initiative des Büros für Technologiekommerzialisierung des US-Energieministeriums entwickelte sich die Vereinbarung zwischen Fermilab und Qblox von einer Absichtserklärung zu einer formellen kooperativen Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung (CRADA) sowie einer vollständigen kommerziellen Lizenzstruktur. In diesem Rahmen wird Qblox die Herstellung, die Koordination der inländischen Lieferkette und den kommerziellen Vertrieb des Quantum Instrumentation Control Kits (QICK) in den USA offiziell verwalten.
Das ursprünglich von Fermilab-Ingenieuren entwickelte QICK ist eine Open-Source-Architektur, die Field-Programmable Gate Array (FPGA)- und Radio Frequency System-on-Chip (RFSoC)-Technologie nutzt, um Echtzeit-Quantenauslese und Pulssteuerung zu verwalten. Die Plattform dient als latenzarmer Orchestrierungsmotor, der darauf ausgelegt ist, ständig wachsende Qubit-Arrays und präzise Quantensensorknoten zu stabilisieren und zu synchronisieren. Neben der physischen Hardwarefertigung legt die CRADA auch die Schaffung von Programmen zur Personalentwicklung fest. Qblox wird strukturierte technische Schulungsprogramme entwerfen und einführen, die auf der QICK-Architektur aufbauen und Ingenieurstudenten, akademischen Forschern sowie technischem Facility-Personal praktische Erfahrungen im direkten Umgang mit niederstufiger Quanteninstrumentierung bieten.
Parallel dazu zielt die Architekturkooperation von Qblox mit HPE darauf ab, Integrationshürden zu überwinden, die beim Anschluss von Quantenverarbeitungseinheiten (QPU) an groß angelegte klassische Rechnerarrays auftreten. Während Quantenplattformen von eigenständigen Labortischen zu hypervernetzten Supercomputer-Umgebungen migrieren, wird der Steuerungsstack zur entscheidenden Übersetzungsschicht zwischen klassischer Infrastruktur und Quantenchip. Die Zusammenarbeit integriert die modulare Steuerungselektronik für mehrere Qubits von Qblox direkt in die KI-native Hochleistungsrechnerarchitektur von HPE. Ein gemeinsames Ingenieurteam unter der Leitung von Niels Bultink, CEO von Qblox, und Masoud Mohseni, einem herausragenden Technologieexperten der HPE Labs, entwickelt hochgetreue Hybrid-Testplattformen, die Bereiche wie Hybridalgorithmen-Co-Design, Systeminteroperabilitätsprotokolle und Leistungsbenchmarking abdecken. Der kombinierte Hardware-Stack zielt darauf ab, ein hoch skalierbares deterministisches Steuerfeld zu schaffen, das konsistent über verschiedene physikalische Qubit-Konfigurationen wie supraleitende Schaltkreise, Spin-Qubit-Knoten und Ionenfallen-Anordnungen betrieben werden kann und so die Bereitstellung hybrider Infrastruktur in der industriellen wissenschaftlichen Modellierung beschleunigt.
25. Juni 2026
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