de.wedoany.com-Bericht: Professor Rohani Ambo‑Rappe von der Universitas Hasanuddin in Indonesien hat gemeinsam mit mehreren nationalen Einrichtungen einen Multi-Stakeholder-Kooperationsrahmen vorgeschlagen, um das langjährige Problem der fragmentierten und methodisch uneinheitlichen Seegras-Datenerhebung im Land zu lösen. Die Studie wurde am 18. Oktober 2025 online gestellt und am 1. Januar 2026 offiziell in Band 271 der Fachzeitschrift „Ocean and Coastal Management“ veröffentlicht.
Seegraswiesen spielen eine wichtige Rolle für die Biodiversität, Ernährungssicherheit und den Klimaschutz, sind jedoch weltweit durch menschliche Aktivitäten einem beschleunigten Rückgang ausgesetzt. Ein wirksamer Schutz erfordert standardisierte Datenerhebung und Kartierung. In Indonesien führten inkonsistente Methoden und mangelnde Koordination jedoch zu fragmentierten Daten, was die Kartierung behinderte und zu Doppelarbeit führte. Der neue Rahmen adressiert insbesondere Herausforderungen wie begrenzte finanzielle Unterstützung und das Fehlen standardisierter Feld- und Kartierungsdaten. Er umfasst vier Strategien: Aufbau einer nationalen Partnerschaft für Seegras-Kartierung, Standardisierung von Richtlinien zur Datenerhebung, Identifizierung von Datenerhebern durch Umfragen sowie Durchführung von Kapazitätsaufbau-Workshops zur Schulung von Datenerhebern in Seegras-Datenerhebung und Kohlenstoffschätzung. Diese Strategien ermöglichen die Erstellung eines einheitlichen, qualitativ hochwertigen Datensatzes, der für nationale Kartierungen genutzt werden kann, und verbessern die Koordination zwischen den Interessengruppen.


Professor Ambo‑Rappe äußerte sich zu der Studie und hofft, dass dieser neue Rahmen dazu beitragen kann, die anhaltenden Variabilitätsprobleme zu lösen, wobei Indonesien als Fallstudie dient. Die Studie unterstützt Ziel 14 (Leben unter Wasser) der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, das eine nachhaltige Bewirtschaftung und den Schutz der Meeres- und Küstenökosysteme fordert, und trägt gleichzeitig durch die Förderung nachhaltiger Ernährungssysteme und einer besseren Überwachung von Blau-Kohlenstoff-Ökosystemen zu Ziel 2 (Kein Hunger) und Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) bei. Professor Ambo‑Rappe ergänzte, dass der Rahmen als praktisches Modell für andere Küsten- und Inselstaaten dienen könne, die vor ähnlichen Herausforderungen wie fragmentierte Seegrasdaten, begrenzte Koordination und großflächige Ökosystemüberwachung stehen.
Referenz-DOI: https://doi.org/10.1016/j.ocecoaman.2025.107968
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