SolarDuck und MARIN erhalten 3,2 Millionen Euro für die Weiterentwicklung von Offshore-Energie-Hubs
2026-06-26 10:57
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de.wedoany.com-Bericht: Das Offshore-Schwimm-Solarunternehmen SolarDuck und das Maritime Research Institute Netherlands (MARIN) haben vom niederländischen Amt für Unternehmen (Netherlands Enterprise Agency, RVO) eine Förderung in Höhe von 3,2 Millionen Euro für das Forschungsprojekt „Steady Seas" erhalten. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung des grundlegenden Designs des „Offshore Floating Power & Utility Hub" (OFPH) von SolarDuck – einer plattformbasierten Offshore-Solarlösung, die abgelegene Offshore- und Unterwasseranlagen zuverlässig mit Strom, Kommunikation und anderen Versorgungsdienstleistungen versorgen kann.

Unterwasser

Mit der zunehmenden Verlagerung von Offshore-Aktivitäten in küstenfernere Gebiete steigt der Bedarf an zuverlässiger Stromversorgung vor Ort. Unterwasser-Öl- und Gas-Infrastruktur, Projekte zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS), Offshore-Überwachungssysteme und andere abgelegene Anlagen sind derzeit auf lange Unterwasserkabel, Steuerkabel oder lokale Stromerzeugung mit Dieselgeneratoren angewiesen – Lösungen, die oft teuer, komplex zu installieren, anfällig für Schäden und mit hohen CO₂-Emissionen verbunden sind.

Der Offshore Floating Power & Utility Hub von SolarDuck bietet eine Alternative: eine neu positionierbare Offshore-Plattform, die erneuerbare Energie direkt am Bedarfsort erzeugt. Durch die Integration von Energiespeichern und Hilfssystemen für den kontinuierlichen Betrieb könnte der OFPH die Lebenszykluskosten von CCS- und Unterwasser-Rückführungsprojekten senken und so Investitionsmöglichkeiten erschließen.

Das Projekt Steady Seas baut auf den Betriebserfahrungen und Daten des DEI+-Projekts Merganser von SolarDuck in der niederländischen Nordsee auf. In diesem Projekt wird SolarDuck das Gesamtdesign und die Systemintegration des OFPH leiten, während MARIN für hydrodynamische Analysen, Simulationen und Beckentests verantwortlich ist, um das Verhalten, die Zuverlässigkeit und die Wellenreaktion der Plattform unter realen Offshore-Bedingungen zu validieren. Die Ergebnisse werden nachfolgende Demonstrationsprojekte mit Partnern aus der Offshore-Industrie unterstützen.

Meeressolarenergie

Das Projekt Steady Seas kombiniert angewandte Forschung und technologische Entwicklung, um zentrale technische Herausforderungen des Offshore Floating Power & Utility Hub zu adressieren, darunter hydrodynamische Leistung, Verankerungs- und Bewegungsverhalten, Integration von Strom- und Kommunikationssystemen sowie Schnittstellen zur Unterwasserinfrastruktur. Das Projekt wird die Erfahrungen aus frühen Offshore-Solarversuchen in ein robustes grundlegendes Design für eine branchenspezifische Plattform überführen, die für Offshore-Öl und -Gas, CCS und andere abgelegene Offshore-Anwendungen eingesetzt werden kann.

Don Hoogendoorn, Chief Technology Officer von SolarDuck, erklärte, dass Steady Seas es ihnen ermögliche, die Erfahrungen aus dem Bau und Test des Merganser in der Nordsee auf ein maßgeschneidertes Design für plattformbasierte Offshore-Anwendungen zu übertragen. Die technischen Herausforderungen bei der Stromversorgung küstenferner Anlagen seien enorm und beträfen Verankerungs- und Bewegungsverhalten sowie die Integration mit der Unterwasserinfrastruktur. Das Projekt ermögliche es ihnen, robuste Lösungen zu entwerfen und zu validieren, bevor die Anlagen auf See eingesetzt werden.

William Otto von MARIN betonte, man sei stolz darauf, die Zusammenarbeit mit SolarDuck fortzusetzen und die weitere Reifung der Offshore-Schwimm-PV-Technologie zu unterstützen. Im Rahmen des Steady-Seas-Projekts werde MARIN die Auswirkungen der Topologie auf das Verhalten und die hydrodynamischen Koeffizienten untersuchen sowie die Auswirkungen extremer Wellenbedingungen auf die strukturellen Lasten bewerten, einschließlich der Wellenaufstauung unter der Plattform. Diese strenge, testgetriebene Validierung sei entscheidend, um die Offshore-Solartechnologie zuversichtlich in die kommerzielle Anwendung zu bringen.

Nach Abschluss der Forschungsphase plant SolarDuck, mit Industriepartnern an der Weiterentwicklung von Demonstrationsprojekten zu arbeiten. Derzeit werden gemeinsame Industrieprojekte aufgebaut, um den Offshore Floating Power & Utility Hub unter realen Offshore-Bedingungen zu testen und seine Fähigkeit zur Stromversorgung und Steuerung abgelegener Anlagen in der realen Umgebung zu validieren.

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