Gouverneur von Missouri unterstützt Google- und Amazon-Rechenzentrumsprojekte im Gesamtwert von 25 Milliarden US-Dollar
2026-06-26 11:12
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de.wedoany.com-Bericht: Der Gouverneur von Missouri, Mike Kehoe, hat auf dem kürzlich stattgefundenen KI-Gipfel öffentlich seine Unterstützung für die hyperskaligen Rechenzentrumsprojekte von Google und Amazon in ländlichen Gebieten des Bundesstaates bekundet. Google plant Investitionen in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar, Amazon in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar. Die beiden Projekte summieren sich auf 25 Milliarden US-Dollar und sind damit zum Brennpunkt der ländlichen Technologieinvestitionen im Montgomery County mit seinen 11.460 Einwohnern und in den gesamten USA geworden.

Gouverneur Mike Kehoe von Missouri unterstützt auf dem KI-Gipfel die Projekte von Google und Amazon, trotz lokaler Gegenstimmen

Für einen landwirtschaftlich geprägten Landkreis ist die Aufnahme von Kapitalzusagen in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar nicht alltäglich, was bei den Einwohnern eine komplexe Mischung aus Neugier, Erwartung und Besorgnis hervorruft. Vor Ort gibt es bereits eine Klage der Gemeinde, die Amazon und lokale Beamte beschuldigt, gegen das Sunshine-Gesetz verstoßen zu haben. Noch früher, nach der Genehmigung eines 6 Milliarden US-Dollar schweren Rechenzentrumsprojekts in Festus, wurde der gesamte Stadtrat abgewählt. Diese Vorfälle spiegeln die allgemeine Herausforderung wider, globale digitale Infrastruktur in lokale Gemeinschaften zu integrieren. Kehoe versuchte, die öffentliche Meinung durch den Gipfel zu lenken, indem er erklärte, dass die wirtschaftlichen Vorteile jahrzehntelang anhalten würden und die Unternehmen zugesagt hätten, die Kosten für Strom- und Infrastruktur-Upgrades zu tragen, ohne die Last auf die Steuerzahler abzuwälzen.

Der Wasserverbrauch ist einer der zentralen Streitpunkte. Daten des Lawrence Berkeley National Laboratory zeigen, dass der direkte Wasserverbrauch von US-Rechenzentren im Jahr 2023 bei etwa 17 Milliarden Gallonen lag und bis 2028 voraussichtlich auf fast 33 Milliarden Gallonen ansteigen wird. Eine von CDM Smith für das Missouri Department of Natural Resources durchgeführte Analyse zeigt, dass die natürliche tägliche Neubildungsrate des kambrisch-ordovizischen Aquifers, der die Projektregion mit Wasser versorgt, bei etwa 406 Millionen Gallonen liegt, während die derzeitige tägliche Entnahmerate bei etwa 71 Millionen Gallonen liegt. Selbst bis 2060 wird der prognostizierte Wasserverbrauch voraussichtlich nur etwa 17 % der jährlichen Neubildungsrate betragen.

In Bezug auf die Kühltechnologie plant Google, seine Anlage in New Florence vollständig mit Luftkühlung zu betreiben. Amazon setzt auf eine Hybridlösung, bei der voraussichtlich 93 % der Zeit Luftkühlung zum Einsatz kommt und nur bei Bedarf Verdunstungskühlung aktiviert wird, mit einem jährlichen Wasserverbrauch von etwa 50 Millionen Gallonen. Ein Bericht von Amazon aus dem Jahr 2025 zeigt, dass seine globalen Rechenzentren 2,5 Milliarden Gallonen Wasser verbraucht haben, mit einer Wassereffizienz von 0,03 Gallonen pro Kilowattstunde, was einer Verbesserung von 52 % seit 2021 entspricht. Analysten der Internationalen Energieagentur weisen darauf hin, dass Luftkühlung zwar den Wasserdruck verringern, aber den Strombedarf leicht erhöhen könnte.

Die Energiezuverlässigkeit ist eine weitere große Herausforderung. Missouri hat sich von einem Stromexporteur zu einem Importeur entwickelt, was zu steigenden Kosten geführt hat. Ein Vertreter der Division of Energy des Missouri Department of Natural Resources erklärte, die Regierung arbeite daran, den Bundesstaat wieder zu einem Nettoexporteur von Strom zu machen. Die Last eines einzelnen hyperskaligen Rechenzentrums kann 1.000 Megawatt übersteigen, was etwa dem Strombedarf von einer Million Haushalten entspricht. Obwohl dies das Stromnetz belastet, könnte es auch neue Investitionen in die Stromerzeugung und -übertragung fördern. In Bezug auf Umweltstandards wiesen der Direktor der staatlichen Naturressourcenbehörde und ein Vertreter eines Infrastrukturanbieters darauf hin, dass Entwickler zunehmend die Erwartungen der Öffentlichkeit erkennen und die staatlichen Behörden die Regulierung auf der Grundlage des ASHRAE-Leitfadens zur Kühlung von Rechenzentren und der ISO-50001-Norm für Energiemanagementsysteme durchführen werden. Analysten von Institutionen wie dem National Renewable Energy Laboratory wiesen darauf hin, dass die Einhaltung dieser Standards dazu beiträgt, Abfälle in den Anlagen zu reduzieren.

Eine Studie des Joint Center for Housing Studies der Harvard University zeigt, dass groß angelegte digitale Infrastruktur dazu beitragen kann, die Einkommensquellen in landwirtschaftlich geprägten Regionen zu diversifizieren. Dies erklärt, warum einige Einwohner das Projekt in New Florence als strategische Chance betrachten. Allerdings übersteigt die Entwicklungsgeschwindigkeit bei weitem die üblichen lokalen Planungszyklen, und diese Diskrepanz ist eine der Ursachen für die Spannungen. Der Gipfel sendete ein klares Signal: Missouri möchte ein führender Standort für Infrastruktur im Zeitalter der künstlichen Intelligenz werden. Die zentrale Herausforderung besteht darin, die lokalen Gemeinschaften davon zu überzeugen, dass diese Anlagen mit den Prioritäten in den Bereichen Wasser, Energie und Lebensqualität vereinbar sind. Ob der Gipfel die Opposition besänftigen oder lediglich die nächste Verhandlungsrunde einleiten wird, ist derzeit unklar, aber der Bundesstaat scheint entschlossen, den Dialog proaktiv und nicht reaktiv zu gestalten.

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