Kalifornische Energiekommission prognostiziert bis 2045 einen Anstieg des Strombedarfs um 61 %
2026-06-27 10:45
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de.wedoany.com-Bericht: Die Prognose der California Energy Commission zeigt, dass der Strombedarf des Bundesstaates bis 2045 um bis zu 61 % steigen wird, wobei die Verbreitung von Elektrofahrzeugen und das Wachstum von Rechenzentren die Haupttreiber sind. Diese Prognose wurde von der California Energy Commission genehmigt und dient als offizieller Richtwert für die Planung der öffentlichen Versorgungsunternehmen und des Stromnetzes im gesamten Bundesstaat. Sie stellt die Netzplaner vor die Herausforderung, Kapazitäten und Zuverlässigkeit aufzubauen, um den zukünftigen Bedarf zu decken.

Die diese Woche verabschiedete Prognose ist Teil des Integrated Energy Policy Report, den die Aufsichtsbehörden nutzen, um zu bestimmen, wie viel Stromerzeugungs-, Speicher- und Übertragungsinfrastruktur in den kommenden Jahrzehnten benötigt wird, insbesondere vor dem Hintergrund der Umsetzung des kalifornischen Mandats für kohlenstofffreien Strom. Die Prognose zeigt, dass Elektrofahrzeuge der größte Beitrag zum Anstieg des Strombedarfs sein werden. Mit der Umstellung der Kalifornier von Verbrennungsmotoren auf batterieelektrische Modelle wird der Ladebedarf voraussichtlich die Spitzenlast erhöhen, insbesondere in den Abendstunden, wenn die Solarstromerzeugung abnimmt. Ein Mitglied der Energiekommission erklärte in einer Sitzung, dass Elektrofahrzeuge und andere Elektrifizierungstrends die Denkweise über den Spitzenbedarf in Kalifornien grundlegend verändern.

Neben Elektrofahrzeugen werden Rechenzentren zu neuen bedeutenden Stromverbrauchern. Die Nachfrage nach maschinellem Lernen, Cloud-Diensten und groß angelegten Rechenanlagen wächst rasant, insbesondere im Technologiekorridor Nordkaliforniens. Obwohl Rechenzentren in der Regel in der Nähe einer leistungsstarken Übertragungsinfrastruktur angesiedelt sind, ist ihre Nachfragekurve dicht und erfordert ein komplexes Lastmanagement und eine komplexe Kapazitätsplanung. Im mittleren Szenario der Prognose steigt der Spitzenbedarf bis 2045 um etwa 50 %; im Szenario mit hohem Wachstum steigt der Verbrauch durch eine stärkere Elektrifizierung des Verkehrs und der Industrie weiter an.

Die Netzplaner reagieren bereits auf diese Auswirkungen. Ein Vertreter der California Independent System Operator, die das Großhandelsstromnetz des Bundesstaates verwaltet, erklärte, dass die Anpassung an den prognostizierten Lastanstieg den Bau neuer Übertragungskorridore, mehr Stromerzeugungskapazitäten und einen Ausbau der Speicherung erfordere, was die langfristigen Prioritäten für die Reparatur und Modernisierung der kalifornischen Netzinfrastruktur verstärke. Ein hochrangiger Netzbeamter wies darauf hin, dass die Planung eines solchen Wachstumsniveaus komplex sei und Zuverlässigkeit, Kosten und Ziele für saubere Energie in Einklang bringen müsse, um sicherzustellen, dass das System auch unter extremen Wetterbedingungen die Spitzenlast decken könne.

Die Prognose unterstreicht auch, wie die Elektrifizierung die Netzprioritäten Kaliforniens neu gestaltet. Während der Schwerpunkt der Planung in der Vergangenheit auf der Integration intermittierender erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarenergie lag, müssen die Planer nun mit sich schnell ändernden Lastprofilen umgehen, die durch Verkehrsinfrastruktur und Schwerlastrechner angetrieben werden. Einige Experten sind der Ansicht, dass Nachfragesteuerungsprogramme und dezentrale Energieressourcen wie Solarenergie auf Dächern und Batteriespeicher hinter dem Zähler eine entscheidende Rolle spielen werden, um die Spitzennachfrage zu senken und das Übertragungsnetz zu entlasten. Andere warnen jedoch, dass der Bundesstaat ohne erhebliche Investitionen in die Netzinfrastruktur Zuverlässigkeitsrisiken ausgesetzt sein könnte.

Die lokalen Regierungen aktualisieren bereits die Bauvorschriften, um die Elektrifizierung zu fördern, und Unternehmen planen, den Strombedarf vor Ort zu erhöhen, um dem steigenden Strombedarf in Kalifornien gerecht zu werden. Beispielsweise muss die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge weit über das derzeitige Niveau hinausgehen, um den privaten und gewerblichen Bereich zu bedienen. Versorgungsunternehmen und Aufsichtsbehörden diskutieren, wie die Ladelast mit dem breiteren Netzbedarf koordiniert werden kann, insbesondere mit der Verbreitung von Schnellladern. Ein Sprecher eines Versorgungsunternehmens erklärte, dass das Verständnis, wo und wann die Nachfrage wächst, es ermögliche, durch gezielte Investitionen die Zuverlässigkeit zu verbessern, ohne übermäßig zu bauen. Gleichzeitig unterstreicht die Prognose auch die Chancen für Investitionen in saubere Energie. Da das prognostizierte Lastwachstum mit der Elektrifizierung zusammenhängt, können neue Wind-, Solar- und Speicherressourcen eingesetzt werden, um diese Lasten mit minimalen Emissionen zu decken.

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