de.wedoany.com-Bericht: Capella Space hat auf seinem Satelliten Acadia-10 erfolgreich ein optisches Kommunikationsterminal von Mynaric im Orbit validiert. Dies ist die erste Installation eines optischen Terminals durch das Unternehmen, und bei den Tests wurde eine Datenübertragungsrate von 2,5 Gigabit pro Sekunde erreicht.
Der Satellit Acadia-10 wurde im März dieses Jahres gestartet, und Capella Space veröffentlichte am Mittwoch die ersten Bilder des Satelliten, die mit synthetischer Apertur (SAR) aufgenommen wurden. Das an Bord befindliche optische Kommunikationsterminal von Mynaric ist mit dem OCT-Standard der US-amerikanischen Raumfahrtentwicklungsbehörde (SDA) kompatibel und kann mit dem verteilten Low-Earth-Orbit (LEO)-Netzwerk der SDA kommunizieren. Capella erklärte, dass die nahezu Echtzeit-Datenübergabe vermeidet, dass der Satellit lange auf eine Verbindung mit einer Bodenstation warten muss, wodurch die Zeitspanne von der Missionserfassung bis zur Auslieferung von Stunden auf Minuten verkürzt wird. Dies verändert grundlegend die Art und Weise, wie Nutzer SAR-Daten nutzen.
Capella hatte bereits 2021 angekündigt, optische Kommunikationsterminals von Mynaric auf seinen Satelliten zu installieren. Ein Sprecher von Capella verriet jedoch, dass zukünftige Acadia-Satelliten auf optische Kommunikationsterminals von Skyloom umsteigen werden. Capella und Skyloom gehören derzeit beide zum Quantenunternehmen IonQ. IonQ betrachtet diese beiden Übernahmen als Teil seiner Strategie, Quantennetzwerke ins All zu bringen. Der Sprecher sagte, dass Capella-Satelliten ab 2027 mit optischen Kommunikationsterminals von Skyloom ausgestattet werden.
Die Integration optischer Kommunikationsterminals in die Capella-SAR-Satelliten erforderte umfangreiche technische Arbeiten. Diese Satelliten gehören zu den größeren kommerziellen SAR-Satelliten mit einer Masse von 175 bis 195 Kilogramm und einer Solarzellen-Array-Leistung von 700 Watt. Capella erläuterte, dass das optische Kommunikationsterminal physisch in die SAR-Satellitenplattform integriert werden musste, die bereits strenge thermische, mechanische und leistungsbezogene Einschränkungen aufweist. Gleichzeitig mussten die Ausrichtungs- und Planungslogik für ein Nutzlastsystem neu aufgebaut werden, dessen Funktionsweise sich von der eines X-Band-Downlinks unterscheidet.
Im April dieses Jahres vergab die SDA im Rahmen des HALO Europa Track 1-Projekts einen Vertrag an Capella zur Entwicklung von zwei Satelliten, die fortschrittliche taktische Wellenformleistung, adaptive Strahlformung und sichere taktische Kommunikation im niedrigen Erdorbit demonstrieren sollen. Einzelheiten zu den Tests im Rahmen der HALO-Vereinbarung mit der SDA werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
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