de.wedoany.com-Bericht: Die grönländische Regierung hat am Freitag die Verlängerung der Explorationslizenz für das Seltene-Erden-Projekt Kuannersuit von Greenland Minerals, einer Tochtergesellschaft des australischen Unternehmens Energy Transition Minerals, abgelehnt.

In einer Erklärung der grönländischen Regierung hieß es, dass weitere Erkundungen in der Region wahrscheinlich keine Lagerstätten zutage fördern würden, die gemäß dem Uranium Act abbaubar seien. Das Seltene-Erden-Projekt Kuannersuit, auch bekannt als Kvanefjeld-Projekt, enthält als Nebenprodukt Uran. Im Jahr 2021 setzte die damals regierende Partei Inuit Ataqatigiit ein Verbot des Uranabbaus durch, wodurch die Entwicklung dieses Projekts faktisch blockiert wurde.
ETM hatte im April dieses Jahres mitgeteilt, einen Entscheidungsentwurf der grönländischen Regierung erhalten zu haben, aus dem hervorgeht, dass das Ministerium für Bodenschätze empfehle, den Antrag auf Verlängerung der Explorationslizenz abzulehnen. In einer E-Mail-Erklärung des australischen Bergbauunternehmens hieß es, das Projekt hätte Arbeitsplätze, Berufsausbildung und damit verbundene Einnahmen für Grönland und die Stadt Narsaq bringen können. ETM ist der Ansicht, dass die grönländische Regierung zwar behaupte, für die Wirtschaft offen zu sein, diese Entscheidung jedoch einen gegenteiligen Eindruck vermittle. ETM fügte hinzu, dass das Ministerium für Bodenschätze dem Unternehmen neun Monate nach Eingang des Antrags lediglich 48 Stunden Zeit gegeben habe, um auf die technisch-geologische Bewertung zu reagieren, und den Antrag des Unternehmens auf eine Verlängerung um eine Woche abgelehnt habe. Aufgrund der Zeitknappheit seien die jüngsten Explorationsergebnisse von ETM, die in einem größeren Lizenzgebiet neue Mineralisationszonen entdeckt hätten, in der Entscheidung nicht berücksichtigt worden.
Grönlands Außen- und Rohstoffminister Mute Egede erklärte in den sozialen Medien, die Regierung habe diese Entscheidung auf der Grundlage eines vom Parlament verabschiedeten Gesetzes getroffen und höre gleichzeitig auf die Stimme des Volkes, insbesondere in Südgrönland, wo die Bevölkerung seit Jahren ihre Position klar zum Ausdruck gebracht habe. Egede war zum Zeitpunkt der Verhängung des Uranabbauverbots im Jahr 2021 Premierminister Grönlands.
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