de.wedoany.com-Bericht: Guinea (Guinea Conakry) Präsident Mamadi Doumbouya hat letzte Woche bei einem Treffen mit Betreibern von Industrie-, Halbindustrie- und Handwerksgoldminen sowie Handelsunternehmen mitgeteilt, dass das Land den Export von Rohgold verboten hat. Alles im Inland geförderte Gold muss vor dem Export im Land geschmolzen, zertifiziert und raffiniert werden. Dieses Verbot ist der jüngste Schritt Guineas zur Steigerung der Wertschöpfung im Bergbau und zur Förderung der Industrialisierungsstrategie.

Die Behörden werden die Produktion über die in Conakry im Bau befindliche Nimba Gold Refinery lenken. Unternehmen, die weiterhin Rohgold exportieren, riskieren die Aussetzung ihrer Lizenz, die Kündigung von Bergbauabkommen und sogar Strafverfolgung.
Mit dieser Politik reiht sich Guinea in die Reihe der westafrikanischen Länder ein, die die Kontrolle über den Export von Bodenschätzen verschärfen. Ghana plant, den Export von Rohgold bis 2030 zu verbieten, während Niger durch strengere Handelsmaßnahmen den Export einiger Mineralien ausgesetzt hat. Die Elfenbeinküste hat zwar noch kein vollständiges Verbot verhängt, aber es entsteht eine Welle neuer Raffinerien.
Bereits 2022 hatte Guinea die Ausweitung der heimischen Verarbeitung seines wichtigsten Mineralexports Bauxit vorangetrieben. Nun wird Gold in die Strategie einbezogen, während gleichzeitig die Entwicklung von Raffinerien und Pelletieranlagen rund um das von Rio Tinto dominierte Eisenerz-Projekt Simandou beschleunigt wird.
Präsident Doumbouya betrachtet diese Goldmaßnahme als einen Schritt zur „unumkehrbaren Industrialisierung“ im Rahmen des Simandou 2040-Entwicklungsprogramms und erklärte, dass Guinea weiterhin offen für ausländische Investitionen sei, aber erwarte, dass Partner seine strategischen Interessen respektieren.
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