de.wedoany.com-Bericht: Die von Railcare für die norwegische TM Togdrift AS aufgearbeitete Diesellokomotive TMZ 1439 wurde fertiggestellt und ausgeliefert. Die Aufarbeitungskosten betragen etwa die Hälfte des Preises einer neuen Lokomotive. Die Lokomotive wird hauptsächlich im Personenverkehr auf der norwegischen Reuma-Bahnlinie eingesetzt. Da diese Strecke nicht elektrifiziert ist, muss die Diesellokomotive sowohl den Zug ziehen als auch die Personenwagen mit Strom und Heizung versorgen.

Mads Skoland, Chief Operating Officer von TM Togdrift AS, erklärte, dass das Unternehmen trotz der langen Stilllegungszeit und des schlechten Zustands der Lokomotive ein Aufarbeitungspotenzial sah. Die Aufarbeitung biete im Wesentlichen eine neue Lokomotive, jedoch zu etwa der Hälfte der Kosten eines Neufahrzeugs. Zudem sei es aus Nachhaltigkeitsgründen sinnvoll, vorhandene Fahrzeuge weiterzunutzen.
Der Umfang der Aufarbeitung war umfangreicher als ursprünglich geplant. Johan Dahlin, Projektmanager bei Railcare, wies darauf hin, dass mit fortschreitenden Demontagearbeiten zahlreiche Korrosionsschäden entdeckt wurden und die meisten Komponenten neu aufgebaut werden mussten. Das Team entkernte die Lokomotive bis auf die Außenhülle und baute sie dann von Grund auf neu auf. Während der Aufarbeitung erhielt die Lokomotive einen aufgearbeiteten Dieselmotor und ein völlig neues wasserbasiertes Heizsystem. Das Führerhaus wurde komplett neu gebaut, moderner, leiser und komfortabler gestaltet und mit ATC sowie Funksteuerung ausgestattet.
Mads Skoland ist der Ansicht, dass die Aufarbeitung die Lebensdauer der Lokomotive erheblich verlängert und eine maßgeschneiderte Lösung geschaffen hat, die den Anforderungen entspricht. Dies verbessere sowohl die Betriebszuverlässigkeit als auch die Grundlage für die zukünftige Entwicklung. Der Erfolg des Projekts liege in der engen Zusammenarbeit zwischen TM Togdrift AS und Railcare. Beide Seiten pflegten während des gesamten Projekts eine offene und transparente Kommunikation und fanden durch wöchentliche Gespräche Lösungen für die Weiterarbeit. Johan Dahlin erklärte, dass dies eines der umfangreichsten Lokomotivprojekte sei, das Railcare je übernommen habe. Dank der engen Zusammenarbeit und schnellen Entscheidungsfindung habe das Team die während des Prozesses auftretenden Herausforderungen bewältigen können.
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