Tansania und Dangote-Gruppe erörtern Investitionspläne für 2000-Megawatt-Kohlekraftwerk und weitere Projekte
2026-06-30 08:53
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de.wedoany.com-Bericht: Die tansanische Präsidentin Samia Suluhu Hassan und der reichste Mann Afrikas, Aliko Dangote, trafen sich im Präsidentenpalast in Daressalam, um neue Investitionspläne in den Bereichen Energie, Häfen, Verkehr, Düngemittelproduktion und Handel zu besprechen. Diese Projekte könnten, falls sie verwirklicht werden, die Infrastruktur und die Fertigungslandschaft des Landes neu gestalten.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Erweiterung der Dangote Group über ihr bestehendes Zementgeschäft hinaus in strategische Bereiche wie Energie, Häfen, Transport, Düngemittelproduktion und regionalen Handel. Dieser Schritt ist Teil der Gesamtstrategie Tansanias, umfangreiche private Investitionen anzuziehen, das industrielle Wachstum zu beschleunigen, Arbeitsplätze zu schaffen und seine Position als Fertigungszentrum Ostafrikas zu festigen.

Dangote bezeichnete Tansania als eines der vielversprechendsten Investitionsziele Afrikas und erklärte, das Unternehmen sei bereit, die Partnerschaft mit der Regierung zu vertiefen. Er sagte, man habe Bereiche identifiziert, die für Tansania einen erheblichen Mehrwert schaffen könnten, und sei bereit, diese gemeinsam zum gegenseitigen Nutzen zu entwickeln.

Die diskutierten Vorschläge umfassen die Entwicklung von Hafeninfrastruktur, den Bau einer 40 Kilometer langen Betonzufahrtsstraße zur Verbesserung des Gütertransports sowie die Einrichtung einer Sonderwirtschaftszone zur Förderung von Fertigung und Handel. Auch der Energiesektor stand im Fokus der Gespräche, mit der Planung eines 2000-Megawatt-Kohlekraftwerks zur Stärkung der industriellen Stromversorgung. Darüber hinaus wurden die Düngemittelproduktion sowie eine Verkehrsverbindung zwischen Mtwara im Süden Tansanias und der Mbamba-Bucht erörtert.

Dangote gab bekannt, dass das Unternehmen nach technischen und wirtschaftlichen Bewertungen plane, seine in Ostafrika zu errichtende Raffinerie in Lamu, Kenia, anzusiedeln. Er betonte jedoch, dass Tansania weiterhin die Möglichkeit habe, sich an einem breiteren Investitionsrahmen zu beteiligen. Nach eingehenden Studien habe man sich für Lamu entschieden, aber Tansania bleibe ein wichtiger Partner, und man hoffe, dass das Land von den umfassenderen Projekten profitieren könne.

Präsidentin Samia begrüßte diese Investitionsvorschläge und wies die zuständigen Ministerien und Regierungsbehörden an, mit technischen Bewertungen im Einklang mit den tansanischen Gesetzen und nationalen Entwicklungsprioritäten zu beginnen. Sie beauftragte den Minister für Planung und Investitionen mit der Koordinierung der Gespräche mit Dangote Industries. Eine Regierungsdelegation wird voraussichtlich in den kommenden Wochen Nigeria besuchen, um die Diskussionen voranzutreiben und Umsetzungspläne zu erstellen.

Dangote Industries betreibt in Mtwara, Tansania, bereits ein Zementwerk mit einer Jahreskapazität von 3 Millionen Tonnen, das rund 500 Millionen US-Dollar wert ist und den tansanischen sowie die umliegenden Märkte beliefert. Die jüngsten Gespräche fügen sich auch in die Expansionsstrategie des Unternehmens in Ostafrika ein. Dangote hat Pläne angekündigt, seine Investitionen in Äthiopien durch neue Fertigungsprojekte zu erhöhen, die von der Africa Finance Corporation finanziert werden, als Teil eines 7-Milliarden-US-Dollar-Expansionsplans, der auch die Düngemittelproduktion in Nigeria umfasst.

Dangote bekundete zudem Interesse an einer verstärkten Investitionstätigkeit in Kenia. Obwohl die geplante ostafrikanische Raffinerie in Lamu angesiedelt werden soll, sieht er in der regionalen Integration Chancen, die über nationale Grenzen hinausgehen. Das Unternehmen prüft auch Möglichkeiten in anderen ostafrikanischen Märkten, um seine industrielle Präsenz in der Region auszubauen.

Nach Angaben der Direktion für Präsidentenkommunikation (Directorate of Presidential Communications) betrachtet die Regierung die Vertiefung der Zusammenarbeit mit großen privaten Investoren als Kern ihrer Strategie zur Steigerung der Industrieproduktion, Schaffung von Arbeitsplätzen, Förderung von Exporten und Unterstützung des Technologietransfers. Sollten die neuesten Vorschläge von der Blaupause zur Realität werden, wäre dies eine der größten Diskussionen über private Investitionen in Tansania in den letzten Jahren und würde den Schwung des Landes, eine der führenden Industrienationen Ostafrikas zu werden, weiter verstärken.

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