de.wedoany.com-Bericht: British Telecom (BT) und Verizon haben die Fusion ihrer jeweiligen internationalen Unternehmensdienstleistungen angekündigt, um ein Joint Venture mit einer Beteiligung von jeweils 50 % zu gründen. Das neue Unternehmen wird sich auf die Betreuung multinationaler Konzerne konzentrieren und voraussichtlich über 3.000 Kunden in mehr als 180 Ländern bedienen, mit einem gemeinsamen Jahresumsatz von rund 4 Milliarden US-Dollar.
Das Joint Venture integriert die Kommunikations- und Netzwerkdienste von BT International für globale multinationale Kunden sowie das internationale Festnetzgeschäft von Verizon für Unternehmen. BT und Verizon verfügen über gleiche Stimmrechte, und Verizon hat zugestimmt, eine Ausgleichszahlung in Höhe von 625 Millionen US-Dollar an BT zu leisten. Beide Parteien erwarten, dass die durch die Integration erzielten Skaleneffekte die Betriebseffizienz des globalen Netzwerks und der Dienste nach der Fusion verbessern werden. Die Transaktion soll voraussichtlich im Jahr 2027 abgeschlossen werden.
Dan Schulman, CEO von Verizon, erklärte, dass dieses Joint Venture eine zukunftsweisende, KI-fähige und sichere Plattform sein werde, die von einer einzigen globalen Organisation betrieben wird, die sich auf die Kundenbedürfnisse konzentriert. Allison Kirkby, CEO der BT Group, ergänzte, dass die Kombination der Erfahrung von BT International bei der Betreuung globaler Marken mit den multinationalen Kundenbeziehungen von Verizon einen Konnektivitätspartner mit größerer Reichweite, Innovationskraft und Investitionsstärke schaffen werde.
Die Transaktion bringt Vorteile für internationale Kunden, BT und Verizon sowie deren Muttergesellschaften. Für multinationale Unternehmenskunden wird die fusionierte globale Größe sowie die Infrastruktur, die zur Erfüllung lokaler Compliance- und Souveränitätsanforderungen konzipiert wurde, die Bereitstellung der nächsten Generation von Konnektivitätsplattformen beschleunigen. Gleichzeitig ermöglicht die Transaktion BT und Verizon, sich stärker auf ihre jeweiligen Heimmärkte zu konzentrieren, da beide in ihren Heimatländern massiv in den Ausbau von Glasfaser-Breitband investieren. Verizon hat kürzlich seine Glasfaserstrategie durch den Abschluss der Übernahme von Frontier gestärkt. Diese 20 Milliarden US-Dollar schwere Transaktion, die im September 2024 angekündigt wurde, wird sein Glasfaser-Breitband sowie seine festen und mobilen drahtlosen Dienste erweitern. Die 2,2 Millionen Glasfaserkunden von Frontier in 25 Bundesstaaten werden sich den rund 7,4 Millionen Fios-Anschlüssen von Verizon in 9 Bundesstaaten und Washington, D.C. anschließen.
BT und Verizon gehören zu den größten Ethernet-Dienstanbietern der Welt. Laut der Mid-2025 Global Provider Ethernet LEADERBOARD von Vertical Systems Group belegen sie in der Rangliste der Portanteile den dritten bzw. sechsten Platz. Sie müssen sich jedoch auch den Herausforderungen des globalen Ethernet-Marktes stellen, da Unternehmenskunden traditionelle Netzwerke auf Cloud- und internetbasierte Dienste, SD-WAN/SSE/SASE, Wellenlängen und andere Alternativen umstellen. Aus diesem Grund bieten globale Ethernet-Anbieter Network-as-a-Service (NaaS)-Produkte an, die Kunden in einem standardbasierten, automatisierten Ökosystem On-Demand-Konnektivität, Anwendungssicherung, Netzwerksicherheit und Multi-Cloud-Netzwerkdienste bieten. Ein entscheidender Faktor ist die klare Kommunikation an die Kunden: Die fusionierte internationale Einheit verfügt über eine breitere Abdeckung sowohl im Inland (Großbritannien und USA) als auch international.
Martijn Blanken wird zum designierten CEO des neuen Joint Ventures ernannt, vorbehaltlich des Abschlusses der Transaktion. Blanken verfügt über fast 30 Jahre Führungserfahrung auf höchster Ebene, die sich über vier Kontinente erstreckt. Ab dem 1. September 2026 wird er zu BT stoßen und mit beiden Muttergesellschaften zusammenarbeiten, um die Gründung des Joint Ventures vorzubereiten. Gleichzeitig wird Clive Selley weiterhin als CEO von BT International tätig sein, um dessen kontinuierliche Transformation im Vorfeld der Gründung des Joint Ventures sicherzustellen. Die Führungsstruktur von Verizon bleibt unverändert. Die Transaktion unterliegt der behördlichen Genehmigung und erforderlichenfalls der Konsultation der Arbeitnehmervertreter. Die internationalen Geschäfte von BT und Verizon werden bis zum formellen Abschluss der Transaktion weiterhin unabhängig voneinander betrieben.









