de.wedoany.com-Bericht: Angetrieben durch die Hitzewelle stieg die Solarstromerzeugung in Großbritannien deutlich an. Die momentane Leistung erreichte am Dienstag 14,8 GW, am Mittwoch und Donnerstag jeweils 14,7 GW. Dieser Wert liegt noch unter dem historischen Höchststand der britischen Solarstromerzeugung von 15,42 GW.

Daten der Energieanalysefirma Utility Bidder zeigen, dass die gesamte Solarstromerzeugung während der Hitzewelle deutlich höher war als im gleichen Zeitraum der Vorwoche. Im Einzelnen betrug die Solarstromerzeugung am Dienstag 120,2 GWh, während sie am Dienstag der Vorwoche bei 77,9 GWh lag; am Mittwoch erreichte sie 124,6 GWh, im Vergleich zu 67,9 GWh in der Vorwoche; am Donnerstag lag die Erzeugung bei 123,3 GWh, gegenüber 80,9 GWh am Donnerstag der Vorwoche; und am Freitag betrug die Erzeugung 112,8 GWh, verglichen mit 104,8 GWh am Freitag der Vorwoche.
Laut dem Projekt „Everything Energy Costs“ von Utility Bidder hat der zusätzliche Solarstrom von 152,1 GWh, der während der viertägigen Hitzewelle erzeugt wurde, ein beträchtliches Potenzial für alternative Anwendungen. Diese Strommenge könnte schätzungsweise 3 Milliarden Stunden Ventilatorbetrieb ermöglichen, etwa 152 Millionen Waschmaschinenzyklen abdecken, den Strombedarf für 21,7 Millionen Jahre Handyaufladung decken, 50,7 Millionen 10-Meilen-Elektroautofahrten unterstützen, 21,7 Millionen Sonntagsbraten zubereiten, 30,4 Millionen Trocknerzyklen durchführen und 507 Milliarden ChatGPT-Anfragen bearbeiten.
Madeleine Porter, Marketingdirektorin von Utility Bidder, wies darauf hin, dass die Hitzewelle zwar zusätzlichen Druck auf das Stromsystem ausübe, aber gleichzeitig die Solarstromerzeugung tagsüber erheblich steigere. Während dieser Zeit sei der Anteil der Solarenergie am britischen Strommix deutlich höher als gewöhnlich und habe manchmal mehr als ein Drittel des Gesamtbedarfs gedeckt. Dieses Erzeugungsniveau trage dazu bei, die Abhängigkeit von der Gasverstromung zu verringern und den Druck auf das Stromnetz in Spitzenzeiten zu mildern. Porter betonte, dass dieses Phänomen auch die enge Verbindung des britischen Stromsystems mit kurzfristigen Wetterlagen verdeutliche. Anhaltend sonniges Wetter könne die landesweite Solarstromerzeugung schnell in die Höhe treiben und den Beitrag erneuerbarer Energien kurzfristig erheblich verändern.
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