de.wedoany.com-Bericht: Das russische Unternehmen Workuta-Kohle plant, auf Basis seiner Kohlevorkommen ein Kohlechemie-Cluster zu errichten und dieses mit der Nördlichen Seeroute zu verknüpfen. Die Umsetzungsdauer des Projekts erstreckt sich von 2027 bis 2043, die geschätzten Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 200 Milliarden Rubel. Vorgesehen ist der Bau von Produktionslinien für bis zu 1,05 Millionen Tonnen Harnstoff und 616.000 Tonnen porösen Salpeter pro Jahr.
Das Projekt wurde letzte Woche bei einem Treffen zwischen dem Leiter der Republik Komi, Rostislaw Goldschtein, und dem Minister für die Entwicklung des Fernen Ostens und der Arktis, Alexei Tschekunow, eingehend erörtert. Goldschtein schlug bei dem Gespräch vor, über die russische Außenwirtschaftsbank eine vergünstigte Finanzierung bereitzustellen und die Verbrauchssteuer auf Erdgas für Arktis-Unternehmen abzuschaffen. Minister Tschekunow unterstützte diese Vorschläge.
Die Wirtschaftsstruktur der Region Workuta ist zu rund 80 Prozent vom Kohlebergbau abhängig, sodass ein dringender Bedarf an industrieller Transformation besteht. Das geplante Kohlechemie-Cluster-Projekt in Verbindung mit der Logistikroute der Nördlichen Seeroute könnte neue wirtschaftliche Wachstumsimpulse für die Region schaffen. Die Diskussionen umfassten auch Aspekte wie Infrastruktur und politische Unterstützung; die weiteren Entwicklungen bleiben abzuwarten.









