de.wedoany.com-Bericht: Das US-amerikanische Unternehmen AquiPor Technologies hat eine poröse Betontechnologie entwickelt, die durch feinen Sand oder pulverförmige Zusätze auf molekularer Ebene Porosität erreicht. Dadurch erhält der Beton sowohl Wasserdurchlässigkeit als auch strukturelle Festigkeit. Das Unternehmen plant Pilotprojekte in mehreren Städten. Die Technologie zielt darauf ab, das Problem herkömmlicher durchlässiger Betone zu lösen, die durch Schadstoffverstopfung versagen. Zu den Wartungsmethoden gehören Vakuumreinigung, Kehren oder Hochdruckreinigung.
Beton ist nach Wasser das am zweithäufigsten verwendete Material der Erde. Jährlich wird weltweit eine Fläche verlegt, die der Größe New Yorks entspricht. Das Problem der städtischen Überschwemmungen wird immer gravierender. Selbst mit einer gut ausgebauten städtischen Regenwasser-Infrastruktur bilden normale Betonstraßen eine feste Barriere für Wasser und verschlimmern die Überschwemmungen. New York City hat 32 Millionen US-Dollar bereitgestellt, um auf einer sieben Meilen langen Straße in Brooklyn durchlässige Fahrbahnen zu verlegen, um Millionen Gallonen Regenwasser umzuleiten und Überschwemmungen sowie Abwasserüberläufe zu reduzieren.
Greg Johnson, Gründer und CEO von AquiPor Technologies, erklärt, dass herkömmlicher durchlässiger Beton im Wesentlichen eine Mischung aus groben Gesteinskörnungen ohne feinen Sand ist. Das Wasser fließt durch die großen Hohlräume im Material, die jedoch leicht durch Schadstoffe verstopft werden. Die Technologie des Unternehmens produziert ein feines Sand- oder Pulverprodukt, das einen Siebdurchgang von 325 Mesh aufweist. Wird es einer normalen Betonmischung beigemischt, entsteht auf molekularer Ebene eine poröse Struktur mit kleineren Porendurchmessern. Auf chemischer Ebene beeinflusst das Material den Hydratations- und Aushärtungsprozess. Einige Mischungen weisen eine höhere Spätfestigkeit und puzzolanische Aktivität auf.
Bis Mai 2026 sucht AquiPor Technologies nach kommerziellen Pilotprojekten und hat Pilotmöglichkeiten in Milwaukee, Spokane und Los Angeles. Die Produkte des Unternehmens können in trocken gegossenen Pflasterprodukten, Fertigbeton sowie in Ortbetonmischungen eingesetzt werden und sind sowohl für Volumenmischer als auch für Transportbetonwerke geeignet. Johnson sagt, dass die derzeitige Phase darin besteht, genügend Produkte herzustellen, um Pilotprojekte und institutionelle Kooperationen zu ermöglichen.
Die Verarbeitung von durchlässigem Beton unterscheidet sich nicht wesentlich von herkömmlichen Verfahren, aber die Schulung des Teams ist entscheidend. Die Oberflächenbearbeitung von durchlässigem Beton ist völlig anders; es dürfen keine langstieligen Glätter oder Kellen verwendet werden, da eine übermäßige Bearbeitung die Oberflächenporen verschließen kann. Das Unternehmen empfiehlt nach dem Einbau eine mechanische oder chemische Behandlung, um die Zementschicht zu entfernen und die Porosität zu fördern. Die Dosierung und der Einbau von durchlässigem Beton haben engere Toleranzen; ein falsches Wasser-Zement-Verhältnis oder ungünstige äußere Bedingungen können die Einbauqualität erheblich beeinträchtigen.
Bei der Vorbereitung des Untergrunds benötigt jedes Wasser, das durch den durchlässigen Beton fließt, ein Rückhaltebecken. Der Untergrund und die Schottertragschicht sollten nicht übermäßig verdichtet werden, um die Durchlässigkeit zu erhalten. Die Bodenhydrologie ist ein entscheidender Faktor. Bei schweren Tonböden kann ein Drainagesystem erforderlich sein, während bei gut durchlässigen Böden grober Sand locker verdichtet werden kann. Die Größe des Rückhaltebeckens muss auf der Grundlage der natürlichen Bodenhydrologie des Standorts bestimmt werden.
In Bezug auf die Kosten ist durchlässiger Beton 10 bis 25 Prozent teurer als herkömmliche Betonmischungen. In einigen Fällen können die Kosten das Zwei- bis Dreifache von herkömmlichem Beton betragen. Johnson betont, dass die Gesamtinfrastrukturkosten berücksichtigt werden müssen. Beispielsweise könnte der Einsatz der Technologie auf einer zehn Meilen langen Straße den Bedarf an darunter liegender grauer Infrastruktur (Regenwasserrohre, Rohrleitungen) reduzieren und so die Gesamtkosten senken. Jedes Projekt muss jedoch individuell modelliert und bewertet werden.
Durchlässige oder poröse Betonpflaster werden als Partner der Regenwasserinfrastruktur und nicht als deren Ersatz betrachtet. Johnson vergleicht sie mit einem Überdruckventil: Jede Gallone Regenwasser, die zurückgehalten wird, reduziert die Wassermenge, senkt die Spitzenabflüsse und entlastet die nachgelagerten Systeme. Viele US-amerikanische Städte verfügen über Mischkanalsysteme, die bei Überlastung Abwasser direkt in Gewässer einleiten können. Die Erhöhung des Anteils durchlässiger Betonpflaster kann Überschwemmungen mildern und den Druck auf das System verringern. Johnson glaubt, dass der Markt bereit ist. Von der Bundes- bis zur Kommunalebene gibt es regulatorische Unterstützung. Städte müssen Regenwasser vor Ort bewirtschaften, und poröser Beton ist konzeptionell der richtige Weg.









