de.wedoany.com-Bericht: 30. Juni – Das japanische Unternehmen MODEC hat bestätigt, dass ein schwimmendes Produktions-, Lager- und Verladeschiff (FPSO) nach Abschluss seiner Arbeiten auf einem Ölfeld vor der Küste Brasiliens eine Schiffsrecyclinganlage in Dänemark erreicht hat.
Die FPSO Cidade de Niterói MV18, die sich im Besitz der MODEC-Gruppe befindet und von ihr betrieben wird, ist am 8. Mai 2026 von Brasilien aus in See gestochen, nachdem die erforderlichen Stilllegungsaktivitäten für das Feld Marlim Leste im Campos-Becken abgeschlossen waren. Sie ist nun in einer Schiffsrecyclinganlage in Dänemark eingetroffen.
Der japanische Konzern war für das schlüsselfertige Engineering, die Beschaffung, den Bau, die Installation und die Inbetriebnahme (EPCIC) dieser FPSO verantwortlich, die von der brasilianischen Ölgesellschaft Petrobras für das Marlim-Leste-Entwicklungsprojekt gechartert wurde.
Seit der ersten Ölförderung im Februar 2009 hat MODEC anschließend rund 17 Jahre lang Leasing- sowie Betriebs- und Wartungsdienstleistungen (O&M) erbracht und dabei insgesamt etwa 159 Millionen Barrel Öl verarbeitet. Der Leasingvertrag für diese FPSO lief im Mai 2026 aus.
Die FPSO soll in einer Anlage in Dänemark gemäß den einschlägigen Vorschriften für das Schiffsrecycling recycelt werden, darunter die EU-Schiffsrecyclingverordnung und das Hongkonger Internationale Übereinkommen für das sichere und umweltgerechte Recycling von Schiffen. Das Schiff hat eine tägliche Verarbeitungskapazität von 100.000 Barrel Rohöl und 124 Millionen Standardkubikfuß Erdgas sowie eine Rohöllagerkapazität von 1,6 Millionen Barrel.
MODEC ist bestrebt, die Emissionen aus seinem Betrieb zu reduzieren, beispielsweise durch die Entwicklung eines 1,2-Megawatt-Stromsystems mit integrierter Kohlenstoffabscheidung in Zusammenarbeit mit Eld Energy für den Einsatz auf FPSOs.









