de.wedoany.com-Bericht: Der Dreimonats-Aluminiumkontrakt an der London Metal Exchange (LME) schloss am 29. Juni mit einem Minus von 0,5 % bei 3.163 US-Dollar pro Tonne. Grund waren Befürchtungen, dass die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran am Wochenende zu einem größeren Konflikt eskalieren und die Metallversorgung im Nahen Osten stören könnten.
Analysten von Britannia Global Markets erklärten, die Lage bleibe instabil und jede erneute Unterbrechung der Aluminiumversorgung könne dessen Verfügbarkeit schnell verringern. Eine Unterbrechung der Logistik in der Straße von Hormus hätte erhebliche Auswirkungen auf den Aluminiummarkt. Gleichzeitig fiel der Aufschlag von LME-Aluminium auf den Dreimonatskontrakt von einem 19-Jahres-Hoch und wandelte sich in einen Abschlag um. Analysten schätzen, dass die Unterstützung für den Aluminiumpreis nahe dem 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 3.160 US-Dollar pro Tonne liegt, während der Widerstand beim 100-Tage-Durchschnitt bei etwa 3.410 US-Dollar pro Tonne liegt.
Der US-Dollar verzeichnete den größten Tagesgewinn seit einem Jahr, da Inflationsdruck die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen in den USA erhöhte. Alastair Munro, leitender Analyst für Basismetalle bei Marex, wies darauf hin, dass dieses Zinsumfeld zunächst die Energie- und Edelmetallsektoren beeinflusste, bevor der Druck auch auf den Bereich der Basismetalle übergriff.
Die Kupferpreise stiegen am Morgen des 30. Juni, da die USA neue Zölle auf Metallimporte prüfen und chinesische Daten ein Wachstum der Industrieproduktion im Juni zeigten. US-Handelsminister Howard Lutnick wird voraussichtlich dem Präsidenten Informationen über den Markt für raffiniertes Kupfer und das Potenzial der US-Raffinerien vorlegen, um eine Entscheidung über Importzölle zu treffen. Die Kupferbestände an der US-amerikanischen Comex stiegen im Juni um 3,73 % und erreichten am 29. Juni 664.030 Short Tons.
Der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im Juni auf 50,3, nach 50,0 im Mai, was auf eine Rückkehr des Industriesektors in den Expansionsmodus hindeutet. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Wert von 50,1 erwartet. Die Daten beflügelten die Kupferpreise jedoch nicht wesentlich, da Anleger weiterhin über die ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung Chinas und den anhaltenden Abschwung im Immobiliensektor besorgt sind. Zudem dämpfte die Unsicherheit über den diplomatischen Prozess zwischen den USA und dem Iran die Risikobereitschaft.









