de.wedoany.com-Bericht: Siemens und das schwedische Unternehmen IFS haben eine strategische Partnerschaft angekündigt, die darauf abzielt, Herstellern mithilfe von industrieller Künstlicher Intelligenz (KI) die Vernetzung von Daten aus Engineering, Produktion und Anlagenmanagement zu ermöglichen, um die Produktivität zu steigern und Produktionsanlagen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu optimieren.

Siemens und IFS erklärten, dass diese Zusammenarbeit die Kompetenzen von Siemens in den Bereichen industrielle KI, Engineering, Automatisierung und Fertigungssteuerung mit dem Fachwissen von IFS in den Bereichen Enterprise Asset Management, Field Service und industrielle KI vereinen wird. Die Partner betonten, dass die Kooperation darauf abzielt, die Diskrepanz zwischen Produktentwicklung und Fabrikbetrieb zu überbrücken, einschließlich häufiger Herausforderungen wie ungeplante Ausfallzeiten, unkoordinierte Wartungspläne, isolierte Produktionsdaten und Unterbrechungen der Lieferkette, die die Betriebsleistung beeinträchtigen.
Die beiden Unternehmen sind der Ansicht, dass Hersteller zunehmend unter Druck stehen, die Leistung bestehender Anlagen zu steigern, Gewinnmargen zu schützen, die Lebensdauer von Geräten zu verlängern und schnell auf sich ändernde Betriebsbedingungen zu reagieren. Viele Unternehmen verlassen sich weiterhin auf getrennt voneinander arbeitende Systeme für Produktion, Wartungsplanung und Lieferkettenmanagement, was den Informationsfluss zwischen Engineering, Betrieb und Servicefunktionen einschränkt. Industrielle KI wird im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit stehen, und die Partner wollen Engineering, Fertigungssteuerung und Betriebsleistung zu einer kontinuierlichen Rückkopplungsschleife verbinden.
Die Digital-Twin-Technologie von Siemens wird Engineering-, Simulations- und Fertigungskontext liefern, während IFS Daten zu Anlagenleistung, Servicehistorie und Betriebslebenszyklus beisteuert, um einen sogenannten geschlossenen digitalen Zwilling zu schaffen. Dieser Ansatz soll Herstellern eine sichere, kontrollierte und prüfbare digitale Umgebung bieten, die Design, Simulation, Fabrikausführung und Servicedaten integriert. Die beiden Unternehmen betonten, dass industrielle KI-Anwendungen ein hohes Maß an Genauigkeit, Zuverlässigkeit und regulatorischer Compliance erfordern, da Fehler Auswirkungen auf Sicherheit, Compliance und physische Anlagen haben können.
Tony Hemmelgarn, Präsident und CEO von Siemens Digital Industries Software, erklärte, dass industrielle KI nur dann Werte schaffen könne, wenn sie auf Engineering-Intention und tatsächlicher Leistung basiere. Durch die Partnerschaft mit IFS könnten diese Bereiche integriert werden, um Design-, Fertigungs- und Anlagenlebenszyklusdaten über eine sichere, kontextualisierte Datenstruktur zu verbinden. Die gemeinsamen Stärken beider Unternehmen im Bereich industrieller KI würden Kunden durch die Vision eines ausführbaren digitalen Zwillings befähigen, Innovationen mit Zuversicht zu beschleunigen.
Mark Moffat, CEO von IFS, sagte, dass Hersteller eine engere Abstimmung zwischen Fabrikbetrieb und ursprünglicher Engineering-Intention benötigten. Diese Zusammenarbeit bringe zwei Unternehmen zusammen, die jeweils über entscheidende Puzzleteile verfügten. Agentische KI (Agentic AI) sei eine zentrale Grenze, und Industrieführer benötigten Lösungen mit geschlossenen Modellen, Daten und reichhaltigem Kontext, die im aktiven Betrieb nicht halluzinierten. Durch die Kombination der kollektiven Stärken beider Unternehmen im Bereich industrieller KI könne Herstellern geholfen werden, die Kluft zwischen Design und Realität zu überbrücken und messbare, greifbare Leistungssteigerungen freizusetzen.









