de.wedoany.com-Bericht: Das afghanische Taliban-Ministerium für Bergbau hat mit der Abdul Hamid Faizi Mining and Processing Company einen Vertrag im Wert von 5,49 Millionen US-Dollar unterzeichnet, um den vierten Block der Namaksar-Salzmine im Bezirk Ghorian der westlichen Provinz Herat zu erschließen.

Der Vertrag wurde vom Taliban-Minister für Bergbau, Hedayatullah Badri, und einem Vertreter des Unternehmens unterzeichnet. Das Ministerium gab bekannt, dass das Projekt eine Fläche von 9,58 Quadratkilometern abdeckt und die Betriebsdauer 15 Jahre beträgt. Gemäß der Vereinbarung muss das Unternehmen für jede geförderte Tonne Salz eine Nutzungsgebühr von 1.500 afghanischen Afghani zahlen und die Arbeiten gemäß den afghanischen Bergbaugesetzen und -vorschriften durchführen. Das Unternehmen hat sich zudem verpflichtet, 350.000 US-Dollar für Gemeindeentwicklungsprojekte bereitzustellen, und es wird erwartet, dass rund 115 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen werden.
Diese Vereinbarung ist Teil der Strategie der Taliban zur Ausweitung des Bergbausektors. Der Bergbau ist derzeit einer der wenigen Bereiche in Afghanistan, die in der Lage sind, groß angelegte private Investitionen anzuziehen. In den letzten Jahren haben die Taliban mehrere Bergbauverträge unterzeichnet, die Ressourcen wie Gold, Kupfer, Blei, Zink, Eisenerz, Chromit, Marmor und Edelsteine umfassen, und haben wiederholt in- und ausländische Investoren zur Beteiligung an den noch unzureichend erschlossenen Bodenschätzen des Landes aufgerufen.
Bei der Eröffnungszeremonie der fünften internationalen Industrie- und Bergbauwoche am 1. Juli in Kabul warben Taliban-Beamte erneut für Investitionen im Bergbau. Der Vorsitzende der afghanischen Industrie- und Bergbaukammer, Ahmad Nabi Zada, forderte Investoren auf, Projekte zur Mineralverarbeitung zu finanzieren, und betonte, dass Afghanistan das Modell des Exports von Rohstoffen ablegen sollte. Seit der Rückkehr an die Macht im Jahr 2021 sind die internationalen Hilfen drastisch zurückgegangen, und die Taliban betrachten den Bergbau zunehmend als tragende Säule der wirtschaftlichen Entwicklung und als Schlüsselquelle für Staatseinnahmen. Analysten weisen darauf hin, dass die mangelnde Transparenz bei der Vergabe von Verträgen weiterhin ein großes Problem darstellt, wenn es darum geht, die Einnahmen aus Bodenschätzen für die nationale Entwicklung zu nutzen.








