de.wedoany.com-Bericht: Am 2. Juli 2026 gaben die indische Adani-Gruppe und die Abu Dhabi International Holding Company (IHC) gemeinsam bekannt, dass sie 11,5 Milliarden US-Dollar in den Bau einer großen Aluminiumschmelzanlage im indischen Bundesstaat Odisha investieren werden. Dieses Projekt gehört zu den größten Einzelinvestitionen im globalen Aluminiumindustriesektor der letzten Jahre.
Die Adani-Gruppe ist ein führender indischer Industriekonzern mit Geschäftsfeldern in Häfen, Energie, Metall- und Bergbau. Sie verfügt bereits über vorgelagerte Aluminiumoxid-Kapazitäten in Indien und damit über die grundlegenden Voraussetzungen für eine synergetische Zusammenarbeit entlang der Aluminium-Wertschöpfungskette. Die Abu Dhabi International Holding Company (IHC) ist eine der wichtigsten staatlichen Investmentplattformen der VAE und fokussiert sich langfristig auf globale Investitionen in reale Industrieanlagen, mit mehreren etablierten Projekten im Energie- und Grundstoffbereich. Die beiden Partner setzen das Projekt im Rahmen eines Joint-Venture-Modells um und haben bereits die Standortwahl sowie grundlegende Genehmigungsverfahren abgeschlossen.
Das neue Aluminiumwerk ist mit einer vollständigen Produktionslinie für Primäraluminium sowie einer eigenen Energieversorgungsanlage geplant. Nach Fertigstellung wird es der größte einzelne Aluminiumschmelzstandort in Indien sein und direkt die Nachfrage nach Aluminium aus nachgelagerten Industriebereichen wie Automobil, Bauwesen und Energieausrüstung decken. Odisha ist eine rohstoffreiche Region Indiens mit großen Bauxitvorkommen und entsprechenden Logistikwegen. Bereits zuvor wurden dort mehrere metallurgische Industrieprojekte angesiedelt, die eine etablierte industrielle Infrastruktur bieten.
Laut öffentlichen Daten des indischen Industrieverbands zu Grundstoffindustrien wird das Projekt nach seiner Inbetriebnahme die Selbstversorgungsrate Indiens mit Primäraluminium direkt erhöhen und die Abhängigkeit des lokalen Marktes von Aluminiumimporten verringern. Die vorbereitenden Infrastrukturarbeiten für das Projekt sollen im dritten Quartal 2026 beginnen. Die gesamte Bauzeit ist auf sechs Jahre ausgelegt, mit einer schrittweisen Kapazitätsfreigabe. Beide Seiten haben bereits ein gemeinsames Projektmanagement-Team gebildet, um die weitere Umsetzung voranzutreiben.









