de.wedoany.com-Bericht: Am 2. Juli gab der litauische Telekommunikationsbetreiber Telia Lietuva bekannt, dass er 7,1 Millionen Euro investieren wird, um die Abdeckung des 5G-Netzes zu erweitern und rund 500 Mobilfunkbasisstationen aufzurüsten. Das Projekt umfasst die wichtigsten Städte wie Vilnius, Kaunas, Klaipėda, Šiauliai und Panevėžys sowie deren Umgebung und konzentriert sich auf die Verbesserung der mobilen Internetkapazität, der Netzstabilität und der Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung.
Der Kern dieser Nachricht aus der Informations- und Kommunikationstechnologie sind nicht Kapitalmarktbewegungen, sondern die fortgesetzte Verdichtung des 5G-Funkzugangsnetzes durch den Betreiber. Die Aufrüstung von Basisstationen umfasst in der Regel Funkfrequenzeinheiten, Antennensysteme, Basisbandverarbeitungsgeräte, Übertragungsstrecken, Stromversorgungssysteme und standortbezogene Anpassungen. Aus Nutzersicht äußert sich dies in höheren Internetgeschwindigkeiten, schnellerem Videoladen und stabilerem mobilem Arbeiten; die tatsächlichen Veränderungen im Netz betreffen die Zellenkapazität, die Spektrumseffizienz, die Verstärkung von Schwachstellenabdeckungen und die Tragfähigkeit während Spitzenzeiten.
Die rund 500 Basisstationen, die Telia Lietuva im Rahmen dieses Projekts aufrüsten will, bedienen hauptsächlich städtische und dicht besiedelte Gebiete. In der mittleren bis späten Phase des 5G-Netzausbaus streben die Betreiber nicht mehr nur nach „5G-Signal vorhanden oder nicht", sondern legen mehr Wert auf die Kapazität in Hotspots, die durchgehende Innen- und Außenabdeckung, die Erfahrung an Verkehrsknotenpunkten und die Zugangsqualität für Geschäftskunden. Einkaufszentren, Bürogebäude, Verkehrsadern, Industriegebiete, Wohngebiete und Veranstaltungsorte mit großen Menschenmengen stellen höhere Anforderungen an die Anzahl gleichzeitiger Verbindungen und die Upload-Fähigkeit des Mobilfunknetzes. Die alleinige Abdeckung durch frühe Makro-Basisstationen kann das langfristig wachsende Datenvolumen kaum bewältigen.
Die Aufrüstung des 5G-Netzes in Litauen hängt auch mit veränderten Nutzungsgewohnheiten digitaler Dienste zusammen. Hochauflösende Videos, Cloud-Gaming, Fernkonferenzen, mobiles Arbeiten, IoT-Geräte und Unternehmens-Cloud-Anwendungen erhöhen die Belastung des Mobilfunknetzes. Für den Betreiber bedeutet die Aufrüstung von Basisstationen nicht nur den Austausch von Geräten, sondern auch die Neuplanung von Frequenzen, die Optimierung von Zellenwechseln, die Anpassung von Backhaul-Strecken und die Konfiguration von Netzressourcen basierend auf den Verkehrsmodellen der verschiedenen Gebiete. Ob ein 5G-Netz wirklich gut funktioniert, hängt von der Koordination zwischen Funkzugang, Transportnetz und Kernnetz ab.
Derartige Projekte werden die tatsächliche Nachfrage in der Kommunikationsgerätekette ankurbeln. Die Aufrüstung mobiler Basisstationen umfasst 5G-Funkgeräte, Antennen, Filter, optische Module, Stromversorgungsmodule, Schränke, Notstromsysteme, Übertragungsgeräte und Netzoptimierungsdienste. Falls die ursprüngliche Backhaul-Kapazität einiger Standorte unzureichend ist, müssen Glasfaserverbindungen oder die Übertragungsbandbreite verstärkt werden. Für Baudienstleister umfasst die Basisstationsmodernisierung auch Standortuntersuchungen, Geräteinstallation, Stromversorgungsprüfungen, Parametereinstellungen, Vor-Ort-Tests und anschließende Wartung.
Der Schwerpunkt des Projekts von Telia Lietuva ist recht klar: Erweiterung der 5G-Abdeckung, Aufrüstung von 500 Basisstationen und Stärkung der mobilen Netzkapazität in den wichtigsten Städten und deren Umgebung. Im Vergleich zum Aufbau eines völlig neuen Netzes stellt die Aufrüstung eines bestehenden Netzes höhere Anforderungen an die präzise Planungsfähigkeit des Betreibers, da die Modernisierung ohne Unterbrechung des Nutzerdienstes vorangetrieben werden muss und gleichzeitig der Austausch alter Geräte, der Standortplatz, die Stromversorgungsbedingungen und die Bauzeitfenster berücksichtigt werden müssen. Nach Abschluss der Basisstationsaufrüstung werden sich die Netzkapazität und das Nutzererlebnis direkt in alltäglichen Szenarien wie Video, Cloud-Dienstzugriff, mobilem Arbeiten und Unternehmensverbindungen zeigen.









