de.wedoany.com-Bericht: Die russische Ölverarbeitung ist im Juni auf den niedrigsten Stand der letzten Jahre gefallen, mit einem täglichen Durchschnitt von nur 4,1 Millionen Barrel. Branchenprognosen deuten jedoch darauf hin, dass dieser Indikator im dritten Quartal (Juli bis September) um 7 bis 22 Prozent steigen könnte, was die Verarbeitungsmenge auf 4,4 bis 5,0 Millionen Barrel pro Tag anheben würde.

Die Zeitung „Kommersant" beruft sich auf Analysedaten des Unternehmens Kpler und weist darauf hin, dass die Verarbeitungsmenge im dritten Quartal zwar voraussichtlich steigen werde, die Gesamtproduktion jedoch weiterhin unter dem Durchschnitt liegen werde, was hauptsächlich auf verbleibende Wartungs- und Reparaturarbeiten in den Raffinerien zurückzuführen sei. Eine andere Quelle der Zeitung äußerte sich pessimistischer und glaubt, dass die Verarbeitungsmenge im Juli die Marke von 4 Millionen Barrel pro Tag kaum überschreiten werde, und warnte davor, dass außerplanmäßige Reparaturen die Situation weiter verschlechtern könnten.
Dmitry Kasatkin, geschäftsführender Gesellschafter der Beratungsfirma Kasatkin Consulting, analysierte, dass die gewichtete durchschnittliche Auslastung der russischen Raffinerien im Juni von den üblichen 82 bis 84 Prozent auf 64 bis 65 Prozent gefallen sei, hauptsächlich aufgrund des gleichzeitigen Rückgangs der Primär- und Sekundärraffineriekapazitäten. Kasatkin erwartet, dass sich die Auslastung im Juli teilweise auf etwa 74 bis 75 Prozent erholen und im August möglicherweise über 80 Prozent steigen könnte. Er betonte jedoch gleichzeitig, dass die Sicherheitsmargen des Marktes weiterhin niedrig bleiben und die Benzinvorräte unter dem Komfortbereich des Marktes liegen würden. Sollte sich die Erholung der Raffineriekapazitäten um ein bis zwei Monate verzögern und neue Verarbeitungsbeschränkungen eingeführt werden, könnten die Schwierigkeiten in der Branche bis September andauern.










