de.wedoany.com-Bericht: Amazon plant, seinen Satelliten-Internetdienst im niedrigen Erdorbit offiziell Ende 2026 einzuführen. Dies markiert eine neue Phase im Wettbewerb mit SpaceXs Starlink auf dem globalen Breitbandmarkt. Bei der jüngsten Mission startete Amazon erfolgreich 29 Satelliten mit einer Atlas-V-Rakete der United Launch Alliance, wodurch die Gesamtzahl der Satelliten der Amazon-LEO-Konstellation im Orbit auf 394 stieg – eine Anzahl, die als ausreichend für den Start erster Dienste gilt.

Chris Weber, Vizepräsident von Amazon LEO, bestätigte, dass vor Erreichen der endgültigen Betriebspositionen der neuen Satelliten noch einige Arbeiten erforderlich seien, das Unternehmen jedoch genügend Starts durchgeführt habe, um den Satelliten-Internetdienst noch in diesem Jahr zu starten. Weber erklärte auf seinem X-Account, dass die jüngsten Starts die Anzahl der eingesetzten Satelliten auf über 390 erhöht hätten, was ausreiche, um in den anfänglichen Breitengraden einen kontinuierlichen Dienst zu gewährleisten. Amazon hat noch nicht bekannt gegeben, welche Länder oder Regionen zuerst bedient werden. Laut Reuters wird die Abdeckung voraussichtlich in der Nähe der Erdpole beginnen und sich mit zunehmender Satellitenanzahl allmählich zum Äquator ausdehnen.
Das Endziel von Amazon ist der Einsatz von über 3.200 Satelliten, um globale Breitband-Internetdienste bereitzustellen. Dieses Projekt wird zum Konkurrenten von Starlink, das bereits rund 10.000 Satelliten betreibt. Die Konstellation im niedrigen Erdorbit platziert Tausende von Satelliten näher an der Erde, was im Vergleich zu herkömmlichen Satelliten-Internetdiensten die Latenz erheblich reduziert und gleichzeitig die Geschwindigkeit erhöht. Diese Technologie verleiht dem Satelliten-Internet von Amazon eine bessere Leistung bei modernen Anwendungen wie Streaming, Videoanrufen, Online-Spielen und Fernarbeit. Amazon plant, Internetdienste für Haushalte mit speziellen Benutzerendgeräten zu verkaufen und gleichzeitig Unternehmen, Regierungen und die Luftfahrtindustrie als Kunden anzusprechen. Das Unternehmen hat auch eigene Chips entwickelt, um sein Dienstleistungsökosystem zu stärken. Mit den schrittweisen Starts ab Ende 2026 tritt der globale Breitbandmarkt in eine Phase mit einer weiteren Option neben Starlink ein.










