Investitionen in afrikanische Rechenzentren werden bis 2031 voraussichtlich 8,76 Milliarden US-Dollar erreichen
2026-07-03 14:30
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de.wedoany.com-Bericht: Die Investitionen in afrikanische Rechenzentren werden bis 2031 voraussichtlich zusätzlich 8,76 Milliarden US-Dollar betragen, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 15,76 %. Diese Prognose stammt aus einem Bericht des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Arizton Advisory & Intelligence vom 24. Juni 2026. Zu den treibenden Faktoren gehören eine verbesserte Netzwerkanbindung, die zunehmende Nutzung von Cloud Computing und Künstlicher Intelligenz in verschiedenen Branchen, ein steigender Bedarf an lokaler Datenverarbeitung sowie wachsende Investitionen in erneuerbare Energien und Seekabel.

In Afrika werden die Investitionen in Rechenzentren bis 2031 voraussichtlich 8,7 Milliarden US-Dollar erreichen (Arizton)

Der Bericht mit dem Titel „Afrikanischer Rechenzentrumsmarkt 2026–2031" weist darauf hin, dass der Bereich der Colocation-Rechenzentren noch schneller wächst, mit einer prognostizierten durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 23,74 % bis 2031. Dies liegt daran, dass Unternehmen zunehmend nach skalierbaren und anbieterneutralen Infrastrukturen suchen. Die vier traditionellen Knotenpunkte Südafrika, Kenia, Nigeria und Ägypten werden weiterhin einen großen Teil der Investitionen in afrikanische Rechenzentren auf sich vereinen. Diese Märkte profitieren von einem ausgereiften Telekommunikationsökosystem, einer starken internationalen Anbindung, einer florierenden digitalen Wirtschaft und der wachsenden Nachfrage von Unternehmen nach Cloud- und Colocation-Diensten. Unter ihnen bleibt Ägypten mit Baukosten von 8 bis 10 US-Dollar pro Watt einer der profitabelsten Märkte für neue Entwicklungsprojekte.

Gleichzeitig entstehen neue Märkte. Marokko und Tunesien werden aufgrund ihrer strategischen Nähe zu Europa und der umfangreichen Seekabelanbindung als wichtige Verbindungsknoten zwischen Europa, Afrika und dem Nahen Osten betrachtet. Schnell wachsende Märkte wie Marokko, Dschibuti, Äthiopien, Ghana, Tansania, Uganda, Mosambik und Gabun werden bis 2031 voraussichtlich gemeinsam Investitionen in Höhe von rund 1,36 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren anziehen.

Die rasche Entwicklung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Big Data und das Internet der Dinge treibt die Nachfrage nach KI-fähigen Rechenzentren an. Internationale Technologiegiganten wie Microsoft und Google haben Investitionen in Milliardenhöhe für KI-Infrastruktur und Rechenzentren in Afrika angekündigt. Speziell für KI konzipierte Rechenzentren werden zunehmend um GPU-Cluster statt um herkömmliche CPU-basierte Konfigurationen herum gebaut. Beispielsweise plant NVIDIA, in den nächsten drei bis vier Jahren eine „KI-Fabrik" in Kenia zu errichten und in der neuen Einrichtung 12.000 Grafikprozessoren zu installieren. Im November 2025 hat Atlancis Technologies über seine Servernah Cloud-Plattform das erste GPU-betriebene KI-Zentrum in Ost- und Zentralafrika in Betrieb genommen, das im Rechenzentrum von iXAfrica untergebracht ist.

In Bezug auf Kühltechnologien verwenden die meisten Rechenzentren in Afrika derzeit noch traditionelle Luftkühlungssysteme. Mit der steigenden Nachfrage nach KI-zentrierten Rechenzentren wird jedoch erwartet, dass die Rack-Leistungsdichte zunimmt, und die Betreiber werden auf Flüssigkeitskühlung und Tauchkühlungslösungen umsteigen, um die Wärme effektiv zu managen und leistungsstarke Arbeitslasten zu unterstützen. In Kenia hat das Masinga Cloud Rechenzentrum von Cloudoon bereits wassergekühlte Technologie eingeführt, um die Umweltauswirkungen zu minimieren und die Betriebskosten zu senken. Dieses System wird durch eine Kombination aus Wasserkraft und Solarenergie vor Ort betrieben. Die Verfügbarkeit von Strom wird zu einem der entscheidenden Faktoren für zukünftige Rechenzentrumsinvestitionen, und die Betreiber integrieren zunehmend erneuerbare Energien in ihre langfristigen Strategien. Im Jahr 2025 unterzeichnete Teraco in Südafrika einen Windstromabnahmevertrag, und auch in Ägypten werden Solar- und Windkraftprojekte speziell für die Rechenzentrumsbranche entwickelt.

Die Expansion von Seekabeln schafft günstige Bedingungen für den Aufbau von Rechenzentren. Ägypten bleibt mit 17 in Betrieb befindlichen Seekabeln und sechs weiteren in Entwicklung befindlichen Systemen ein strategisches digitales Tor für Afrika. Auch Kenia hat durch neue Investitionen in Seekabel seine internationale Anbindung gestärkt. Mehrere großflächige Seekabelausfälle in Westafrika im Jahr 2024 haben die Bedeutung von Netzwerkdiversität und Redundanz unterstrichen. Resilienz wird zu einem entscheidenden Kriterium für zukünftige Investitionen in die digitale Infrastruktur und unterstützt die kontinuierliche Expansion des afrikanischen Rechenzentrumsökosystems.

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