Erste umgebaute Boeing 777-300ER von American Airlines soll im August in Betrieb gehen
2026-07-03 17:40
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de.wedoany.com-Bericht: Die erste Boeing 777-300ER (Kennzeichen N718AN) von American Airlines, die eine Kabinenmodernisierung erhalten hat, wird voraussichtlich Mitte Juli Hongkong verlassen und könnte Anfang bis Mitte August in den Passagierdienst aufgenommen werden. Das Flugzeug wurde Anfang Dezember 2025 nach Hongkong geschickt, wo die Hong Kong Aircraft Engineering Company (HAECO) die umfangreichen Kabinenumbauarbeiten übernahm – eines der bedeutendsten Upgrades im Premiumbereich von American Airlines seit Jahren.

Boeing 777-300ER von American Airlines am Los Angeles International Airport

Diese Modernisierung ist ein zentraler Bestandteil des Kabinenprojekts „Project Olympus“ von American Airlines, das darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte auf Langstrecken zu steigern. Laut Planung werden alle 20 Boeing 777-300ER der Fluggesellschaft einer Innenrenovierung unterzogen, bei der sie mit 70 Flagship Suite-Sitzen und 44 Premium Economy-Sitzen ausgestattet werden. Im Vergleich zur aktuellen Konfiguration werden acht Flagship First-Suiten entfernt, dafür 18 Business-Class-Sitze und 16 Premium Economy-Sitze hinzugefügt. Die Anzahl der Economy-Class-Sitze bleibt unverändert, sodass die Gesamtsitzplatzzahl von 304 auf 330 steigt. Die Business-Class-Sitze werden im umgekehrten Fischgrätmuster mit Privatsphärentüren von Adient Ascent gestaltet und in Flagship Suite umbenannt. Die Premium Economy und Economy erhalten Sitze von Safran Z535i bzw. Collins Aspire, wobei die Bildschirmgrößen in allen Kabinen vergrößert werden. Julie Rath, Vizepräsidentin für Kundenerfahrung bei American Airlines, erklärte, dass die Ankunft neuer Langstreckenflugzeuge und das maßgeschneiderte Design der Flagship Suite-Sitze den Kunden auf der Langstreckenflotte ein wirklich privates Premium-Erlebnis bieten werden.

American Airlines kündigte das Modernisierungsprogramm 2022 an, der ursprüngliche Start der Installation war für Ende 2024 geplant. Aufgrund von Lieferengpässen bei Sitzen und Innenkomponenten gelangte das erste Flugzeug jedoch erst Ende 2025 in die Umbauhalle in Hongkong. Bislang hat American Airlines weder einen Zeitplan für die Fertigstellung der gesamten Flottenmodernisierung noch eine offizielle Bestätigung der ersten Flugroute nach dem Umbau veröffentlicht. Branchenanalysten zufolge sind der Londoner Flughafen Heathrow und der Dallas/Fort Worth International Airport die Hauptkandidaten für die ersten Einsätze, wobei letzterer als Heimatbasis von American Airlines täglich drei Boeing 777-300ER-Flüge nach London durchführt.

Nahaufnahme der Boeing 777-300ER von American Airlines

Die treibende Kraft hinter diesem Umbau ist der Wettbewerbsdruck. United Airlines hat bereits die ersten Polaris-Produkte auf ihrer Langstreckenflotte eingeführt und auf einigen Boeing 787-9 die Polaris Studio-Suiten mit Privatsphärentüren integriert. Delta Air Lines modernisiert derzeit ihre Airbus A330-200- und A330-300-Flotten mit Delta One-Suiten, die ebenfalls über Privatsphärentüren verfügen, und plant, später in diesem Jahr auf der A350-1000 erstmals ein Produkt der nächsten Generation in der Business Class vorzustellen. Delta erwartet, dass bis 2030 90 % ihrer Delta One-Sitze mit Schiebetüren ausgestattet sein werden. American Airlines lag zuvor in Bezug auf Konsistenz und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Premium-Langstreckenprodukte hinter diesen beiden Konkurrenten zurück, und das „Project Olympus“ soll diese Lücke schließen.

Draufsicht auf die Boeing 777-300ER von American Airlines

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